#1

Eingangsbereich

in GARRET MCMILLAN 26.10.2021 14:11
von Perrin Kling | 84 Beiträge
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Quote his bite is way bigger then his bark
Gesundheitlicher Zustand zurück unter den lebenden

In Germany we don't say:
"Danke, dass du fragst, wie es mir geht,
aber eigentlich möchte ich gerade nicht darüber reden,
weil alles ein wenig kompliziert ist."
we say:
"Muss, ne?"
And I Think that's beautiful.


Nachdenklich seufzend rückte der Detectiv den Halteriemen seiner Tasche auf seiner breiten Schulter zurecht. Natürlich war er sich nicht ganz sicher, ob es richtig gewesen war, hier her zu kommen, aber es war auf jeden Fall richtig, zuhause rauszugehen. Seine Eltern brauchten etwas Zeit, um mit dieser ganzen Situation umzugehen und da war es nicht einfach, weder für sie, noch für Perrin, wenn der totgeglaubte Sohn über die Flure schlich. Zumindest hatte sein Dad ihm das im Keller gesagt, ganz leise, damit Mom nichts davon mitbekam. Eigentlich war Perrin erleichtert. Auch er hatte es in seinem ehemaligen Jugendzimmer kaum mehr ausgehalten. An eine eigene Wohnung war nicht zu denken, denn der Papierkram ging so langsam von statten, als müsse das Plastik, aus dem man seinen neuen Ausweis drucken wollte, erst noch von einem Praktikanten in irgendeinem Chemielabor zusammengemischt werden und zu seiner Schwester Lou konnte er gerade auch nicht, umso erleichterter war er über die Nachricht und das Angebot von @Garrett McMillan gewesen.



Thx. Nehme deine Couch gerne ein paar Tage in Anspruch. Bis ich was eigenes habe.
Komme heute Abend vorbei. Besorge was zu Essen.
Perrin


Nun klingelte er mit der Hand, in welcher er die Papiertüte mit den Burgern und Pommes fest hielt, während die andere dafür sorgte, dass ihn der Gurt der Tasche nicht erwürgte. Er wäre noch lieber irgendwo alleine hingegangen, aber das Häuschen am See war zu weit entfernt und zu stark mit Erinnerungen belastet und die Nacht in irgendeinem Motel zu verbringen, reizte ihn auch nicht gerade, da war es schon in Ordnung Garretts Gesellschaft in Kauf zu nehmen. Der Dolmetscher mit den dunklen Phasen in seiner Vergangenheit war Eigen, was ihn für Perrin nur noch sympathischer machte. Als er die Tür öffnete zeigte Perrin ein reserviertes Lächeln, ehe er das Essen vor sich hochhob und die letzten Stufen erklomm. "Hab einmal Jalapenos und einmal doppelt Käse. War mir nicht ganz sicher, ob du Scharf isst." brummte er zur Begrüßung, ehe sie einen Handschlag austauschten, weil Garrett ihm die Tüte abnahm. Im Flur angekommen befreite sich Perrin erst einmal von der mörderischen Tasche, in welche eigentlich nur die nötigsten Klamotten gewandert waren, aber auch ein fetter Aktenordner. Irgendwie ließ ihn die Arbeit nicht los. Schon gar nicht, seit er von seiner Schwester und ihrem Stalker wusste. Gestresst seufzte er auf, als das Ding endlich auf dem Boden stand und ihn nicht mehr in den Hals schnitt. Man hörte ein leises klirren von Flaschen, aber natürlich hatte Perrin kein Bier mitgebracht. War stinknormale Cola. Neugierig schaute er sich in dem spartanisch eingerichteten Flur um, denn tatsächlich war er noch nie bei Garrett zuhause gewesen. "Danke Mann." murmelte er. Ein Danke dafür, dass er hier unterkommen konnte. Aber er war kein Mann großer Worte und der Dolmetscher war sicherlich gescheit genug, ihn auch so zu verstehen

.



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#2

RE: Eingangsbereich

in GARRET MCMILLAN 27.10.2021 08:39
von Garrett McMillan | 608 Beiträge
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Quote ...
Gesundheitlicher Zustand gebrochenes Handgelenk (Gips), Erholt sich von einer Überdosis und kämpft mit Entzugserscheinungen

Warum genau er diesen Vorschlag gemacht hatte, wusste der schlaksige Mann gar nicht als er das Handy wieder eingesteckt hatte. Wie so oft hielt er eine Tasse Kaffee in der Hand. Jemand, der nicht von seiner alkoholgeprägten Jugend wusste, würde wohl behaupten, dass er süchtig nach der braunen Flüssigkeit war, doch in der Tat half es mit dem unterdrückten Verlangen umzugehen, welches ihn wohl den Rest seines Lebens begleiten würde. Langsam trank er einen Schluck des frischen Kaffees und nahm das Handy nochmal zur Hand als der Angeschriebene antwortete.
@Perrin Kling nahm das Angebot also an, was dafür sorgte, dass ein Mundwinkel des Dolmetschers nach oben zuckte. Auch wenn sie wohl kaum unterschiedlicher sein könnten, mochte Garrett den brummigen Polizisten aus Deutschland. Abgesehen davon war er sich sicher, dass die aktuelle Situation für diesen eine reine Katastrophe sein musste. Im Gegensatz zu dessen Familie und 95% der Kollegen auf dem Revier hatte Garrett nämlich gewusst, dass der Detective nie gestorben war. Indirekt war er sogar in den Fall verstrickt gewesen, denn mehr als eine Mitschrift oder Tonaufnahme war ihm zur Übersetzung vorgelegt worden. Befreundet waren die Beiden allerdings vorher irgendwie auch schon, auch wenn es eher ein lockeres oder besser gesagt sehr dünnes Band der Freundschaft gewesen war. Garrett fielen solche Dinge nicht sonderlich leid und doch würde er den "Auferstandenen" jetzt nicht hängen lassen. Das war einfach nicht seine Art.
Als es klingelte öffnete er die Tür und nahm dem offensichtlich schwer tragenden Mann die Tüte mit dem Essen ab, damit sie sich begrüßen konnten.
"Hallo Perrin", sagte er mit gewohnt ruhiger Stimme und trat einen Schritt zur Seite, damit dieser eintreten konnte.
"Ich bevorzuge den Käse."
Eine relativ knappe Antwort ehe das Geräusch der abgestellten Tasche ihn doch die Stirn runzeln ließ. Mit der freien Hand deutete er auf den schwarzen Klotz von Sporttasche.
"Das klingt nicht so als hättest du nur für ein paar Tage gepackt.", stellte er fest und schloss die Tür. Mit einem kaum merklichen Lächeln winkte er ab als ein Dank ausgesprochen wurde. Für ihn war klar, dass er den Deutschen nicht einfach hängen lassen würde. Das konnte er gar nicht.
"Kein Problem, wirklich."
Garrett hob die Tüte mit dem mitgebrachten Essen und sah sein Gegenüber fragend an.
"Willst du gleich essen oder erst nochmal unter die Dusche springen?"
Garrett wusste ja nicht, wie lange Perrin mit diesem Monster von Tasche unterwegs gewesen ist. Allerdings schwirrten ihm such noch andere Fragen durch den Kopf, die er eher später noch stellen würde. Hier zwischen Tür und Angel war das wohl nicht angebracht. Außerdem war er sich ziemlich sicher, dass sein vorübergehender Mitbewohner in der letzten Zeit schon genug Fragen über sich hat ergehen lassen müssen...






Perrin Kling bedankt sich
Perrin Kling errötet!
Perrin Kling braucht Baldrian!
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#3

RE: Eingangsbereich

in GARRET MCMILLAN 28.10.2021 18:09
von Perrin Kling | 84 Beiträge
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Quote his bite is way bigger then his bark
Gesundheitlicher Zustand zurück unter den lebenden

Perrin war nie bewusst wählerisch gewesen, was seinen Freundeskreis betraf, vielmehr hatte es sich schlicht nie ergeben Angehöriger einer größeren Clique zu sein. Dafür war er zu sehr Einzelgänger, zu verschlossen und brummbärig. Nach dem Umzug von Deutschland in die USA hatte sich dies zwar erheblich gebessert – für seine Verhältnisse – aber ein Freundesbuch bekam er nach wie vor nicht vollgeschrieben. Umso erleichterter war er über den bestehenden Kontakt zu Garrett. Klar, während seines Einsatzes hatten sie nicht viel Kontakt haben können, aber davor und sofort als der Einsatz abgeschlossen wurde, bestand wieder dieser dünne Draht zueinander. Gott sei dank! Noch jemand, der ihm die Zähne ausschlagen wollte, konnte er gerade nicht gebrauchen.
Bereitwillig gab er die Tüte mit dem Essen ab und nickte zustimmend, als der Dolmetscher sich für den Käse entschied. Perrin war beides Recht und er hatte hunger. “Lass uns lieber gleich essen.“ gab er daher zurück und reckte die Schultern, nicht weil die Tasche so schwer war – auch wenn sie es war – sondern weil dieser blöde Riemen ihm ins Fleisch geschnitten hatte. Der kritische Blick in Richtung des schwarzen Monstrums entging ihm nicht und er hob leicht kurz die Hände. “Ich hab eigentlich wirklich nur ein paar Tage hier geplant, will dir nicht zu lange auf den Pelz rücken Mann, aber...“ er bückte sich und öffnete den Reißverschluss, um die Cola Flaschen heraus zu angeln und dabei den Rücken des fetten Ordners zu präsentieren. “Ich hab mir bisschen Arbeit mitgenommen. Läuft alles ziemlich drunter und drüber, seit ich wieder hier bin.“ Mit jeweils zwei Fläschchen in der Hand richtete er sich wieder auf und war sich nicht ganz sicher, was er weiter dazu sagen wollte. Es lag ihm fern Garrett einfach so sein Herz auszuschütten, auch wenn das Schicksal seiner Schwester Perrin keine Sekunde mehr in Ruhe ließ und er beinah verrückt wurde, weil es so gar keinen Anhaltspunkt gab, um an ihrer Situation etwas zu ändern.
Nachdenklich folgte er Garrett durch den Flur in die Küche, wo er die Flaschen auf den Tisch stellte und dankend abwank, als Garrett wissen wollte, ob er einen Teller benötigte. Nö. Er aß ganz ungeniert direkt aus der Verpackung. Zunächst aber zog er sich einen Stuhl hervor und setzte sich, kramte in seiner Tasche nach dem Schlüssel mit dem Flaschenöffner dran und hob mit fragender Augenbraue eine Cola, ob Garrett denn auch eine nahm oder bei seinem Kaffee blieb, dessen dezenter Geruch sich mit dem Duft der Burger vermischte. Kondenstropfen bildeten sich an dem Glas und zeichneten Ringe auf den Tisch, die Perrin entschuldigend mit einer Hand weg wischte. “Also wenn ich dir auf die Nerven geh, dann darfst du mich jederzeit wieder rausschmeißen, ok?“ brummelte er. Er war es nicht gewohnt auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein und freundete sich nur langsam mit diesem Umstand an. “Zwei drei Tage ist es ja vielleicht ganz spannend sich mein Gejammer über die Widrigkeiten eines Schein-Toten anzuhören, aber dann...“ fuhr er mit Galgenhumor fort und hielt sich die nun offene Flasche an die Wange. Unter seinem Bart brannte noch immer ein Handabdruck und für einen Moment dachte er darüber nach, wie schwer es war, an sein altes Leben anzuknüpfen.



@Garrett McMillan



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