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#1

FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 07.01.2025 23:16
von Route66 | 1.058 Beiträge
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Alter
Beziehungsstatus Nicht angegeben
Beziehungsstatus an Nicht angegeben
Sexualität

Friendship

Be grateful to the people who make us happy


zuletzt bearbeitet 29.05.2025 20:43 | nach oben springen

#2

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 11.08.2025 11:05
von Julieta Montoya | 118 Beiträge
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Alter 35 Jahre
Beziehungsstatus Single
Beziehungsstatus an Nicht angegeben
Sexualität hetero

Seeker

Somehow finding the me I knew ought to exist


BASICS
Name des Charakters: Julieta Montoya
Alter: 35 Jahre
Berufliche Tätigkeit: Notfallärztin im Trauma Center

Avatar: Gal Gadot - (bitte vollen Namen ausschreiben)
FACE





STORYLINEJulieta Montoya war 35 Jahre alt, als der erste Brief kam. Kein Absender. Kein Datum. Nur ihr Name, getippt mit einer alten Schreibmaschine, auf vergilbtem Umschlag. Sie fand ihn morgens zwischen den Rechnungen und einem Werbeflyer für Hausalarme. Ihr Blick blieb längst nicht mehr an so etwas hängen. Sie war Ärztin. Mutter. Veteranin. Post war Alltag. Aber irgendetwas an diesem Umschlag zwang sie, stehen zu bleiben. Mateo beobachtete sie vom Küchentisch aus. Der Junge war 12, aber seine Augen waren älter. Er sprach nicht viel am Morgen. Manchmal fragte sie sich, ob das von ihr kam oder von dem, was er vor ihr erlebt hatte. Julieta zog den Umschlag auf. Darin: Ein einziges Foto.
Mateo, vielleicht vier Jahre alt, in zerrissener Kleidung. Und im Hintergrund ein Mann. Unscharf. Groß. Dunkles Haar. Der Ausdruck in seinen Augen: auf sie gerichtet. Julieta schloss den Umschlag wieder, als hätte er gebissen.

Geboren in Medellín, Kolumbien – am Rande eines Krieges. Gelebt mit Feuer, Verlust, und einer Stille, die lauter war als jede Explosion. Und doch wurde sie Ärztin. Mutter. Retterin. Ohne selbst je gerettet worden zu sein.
Man sagt, man könne die Welt an dem Tag spüren, an dem man geboren wird. Den Lärm. Die Umstände. Den Rhythmus, in den man hineinwächst. Wenn das stimmt, dann hat Julieta „Julz“ Montoya mit einem Donner begonnen. Es war ein schwüler Oktobermorgen in Medellín, als sie zur Welt kam – ein Morgen, an dem über der Stadt noch der Rauch der Nacht hing. Während im Krankenhaus ein Generator aussetzte und ihre Mutter Valeria Montoya unter Wehen lag, marschierten draußen Soldaten an Fensterfronten vorbei. Julz war die Zweite – geboren zwischen Angst und Anspannung. Ihr älterer Bruder Esteban, gerade vier Jahre alt, wartete mit ihren Großeltern draußen auf dem Flur. Ihre Mutter biss sich auf die Zunge, ihr Vater – ein hochrangiger Offizier namens Eduardo – stand mit verschränkten Armen daneben, stumm, aber hellwach. Er war nie der Mann großer Worte. Doch als man ihm seine Tochter in den Arm legte, schloss er kurz die Augen. Und atmete hörbar ein.
So kam sie zur Welt. Julieta. Benannt nach einer Urgroßmutter, die Kräuter heilte, Wunden versorgte und dem kolumbianischen Regenwald die Worte für Krankheiten entlocken konnte. Ihre Mutter sagte später oft: „Sie ist mit Blicken gekommen. Nicht mit Schreien.“ Die ersten Jahre waren ruhig – so ruhig, wie es eben ging in einem Haus, das neben einem Kasernengelände lag. Julz wuchs zwischen Uniformen und Gebeten auf. Ihre Mutter arbeitete als Krankenschwester in einer öffentlichen Klinik, ihr Vater war selten zu Hause, und wenn, dann ein Mann aus Schatten, Disziplin und Pflicht. Esteban, der Große, war ihr Held – mutig, wild, manchmal übermütig. Und dann kam noch einer: Nico, der Kleine. Immer zu laut, zu schnell, zu neugierig.
Julieta war das Gleichgewicht. Die Mitte. Das Auge im Sturm. Sie war acht, als sie zum ersten Mal sah, wie ein Mensch starb. Ein Überfall – direkt vor dem Supermarkt, in dem sie mit ihrer Mutter gerade Brot kaufen wollte. Ein Schuss. Ein junger Mann sackte zusammen. Und während alle schrien, lief Valeria hin. Julz folgte ihr. Und sah, wie ihre Mutter kniete, Druck ausübte, beruhigte, als wäre das nichts. „Du darfst keine Angst zeigen“, sagte sie später. „Nicht, wenn jemand dich braucht.“ Dieser Satz blieb.
Mit 15 wurde sie auf eine andere Weise gebraucht. Es war ein Sonntag. Warm. Ihr Vater war ausnahmsweise zu Hause. Ihre Mutter hatte Arepas gemacht. Nico schlief noch. Julz saß über ihren Schulsachen, als es an der Tür klopfte. Esteban stand da. In Zivil. Blass. Und verletzt. Er war desertiert. Er hatte einem Befehl widersprochen. Es war ein Kind gewesen. Ein Junge, kaum zehn. Die Mission galt als erfolgreich. Er sah das anders.
Sie versteckten ihn. Drei Tage lang. Niemand schlief. Julz versorgte die Wunde. Sie stellte keine Fragen. Und dann kamen sie – Männer ohne Uniform, ohne Namen. Mit Gewehren und kalten Augen. Julz stellte sich schützend vor Nico, doch einer der Männer stieß sie weg. Ihr Kopf schlug gegen die Wand. Als sie wieder zu sich kam, war Esteban weg. Für immer. Ihr Vater sprach nie darüber. Ihre Mutter sagte nur: „Er musste gehen.“ Und Julieta begann zu trainieren. Zu rennen. Zu lernen. Härter zu werden.
Mit 18 meldete sie sich zum Militärdienst. Nicht, um zu kämpfen. Sondern um zu retten. Sie bestand die Aufnahmeprüfung mit Auszeichnung. Ihre Ausbilder nannten sie La Brújula – der Kompass. Weil sie nie zögerte, nie aufgab, nie den Kopf verlor. Und auch nicht das Herz. Mit 23 war sie Combat Medic in einer Spezialeinheit. Nah an der Grenze zu Venezuela. Ihr Leben bestand aus Sand, Blut und Funkverkehr. Und dann kam dieser eine Einsatz.
Ein Lager. Ein angebliches Guerillaziel. Doch es war leer. Bis auf ein paar Kinder. Eines davon: abgemagert, mit leerem Blick, barfuß. Kein Name. Keine Familie. Nur Augen, die sie anblickten, als hätte er sie gekannt. Mateo. Sie brachte ihn raus. Ließ ihn nicht los. Kämpfte um das Sorgerecht, trotz aller Widerstände. Irgendwann unterschrieb ein Beamter. Und sie schrieb darunter: „Ich übernehme die Verantwortung.“ Kolumbien wurde zu eng. Zu laut. Zu gefährlich. Sie bewarb sich auf ein internationales medizinisches Austauschprogramm und kam in die USA. Nach Las Vegas. Dort arbeitete sie zunächst in der Luftrettung, dann im Notfallzentrum eines großen Krankenhauses. Sie sprach noch mit Akzent, aber schnitt Wunden so präzise, dass niemand je daran zweifelte, dass sie richtig war, wo sie war.
Und dann trat er in ihr Leben. Michael. Navy. Pilot. Charmant, aufmerksam, mit einem Lächeln, das wie eine Pause zwischen zwei Einsätzen war. Für einen Moment dachte sie, das hier könnte halten. Vielleicht sogar retten. Sie irrte sich.
Isabella wurde geboren. Ihre Tochter. Ihr zweites Licht. Michael war bei der Geburt – aber nicht lange danach. Er ging. Und dieses Mal schrie niemand. Julz auch nicht. Sie stand nur an der Spüle, mit einer kalten Tasse in der Hand, während die Tür sich hinter ihm schloss. Mateo sah es. Sagte nichts. Aber in der Nacht legte er sich in ihr Bett. Und blieb. Sie lebte weiter. Arbeitete nachts. Kochte mittags. Schlief selten.
Und dann kamen die Briefe. Alte Umschläge. Schreibmaschine. Keine Absender. In einem: ein Bild von Mateo. Aus der Ferne aufgenommen. In einem anderen: Julz selbst. In Uniform. Dschungel. Eine Aufnahme, die es nicht geben dürfte. Auf einem: ein Mann. Unscharf. Schatten im Hintergrund. Doch etwas an ihm war vertraut. Zu vertraut.
Julz sagte nichts. Zeigte es niemandem. Aber sie begann, ihren Revolver zu laden, wenn sie schlafen ging.
Gemeinsam mit Travis lernte sie Mack kennen, einen Marine, bei einem Einsatz in Kolumbien, bei dem sie ihm das Leben rettete. Seitdem kommen sie nicht wirklich umeinander herum. Man könnte es Gefühle nennen, tun sie aber nicht. Trotzdem agieren sie ganz anders, wenn sie zusammen sind. Sie halten immer mal wieder Kontakt, auch mal engeren. Jetzt wird Mack nach Boulder City versetzt, was eine neue Dynamik in ihr Leben bringt.
Heute lebt sie mit Mateo und Isabella in Boulder City. Sie arbeitet im Trauma Center in Las Vegas. Sie ist 35. Sie liebt still. Schützt lautlos. Ihr Blick ist ruhig. Aber ihr Körper ist bereit. Niemand weiß, wie oft sie in den letzten Jahren fast zerbrochen ist. Wie viele Nächte sie auf dem Boden neben Isabellas Bett geschlafen hat, nur um die Stille auszuhalten. Wie oft sie Mateos Zimmer kontrolliert. Wie oft sie in der Klinik das Licht an lässt, damit niemand denkt, sie sei nicht da.
Julieta Montoya trägt keine Uniform mehr. Aber sie trägt immer noch Verantwortung. Für ihre Kinder. Für das, was war. Und für das, was noch kommt. Denn manchmal ist Mut nicht der Schuss ins Dunkel. Sondern das Weitergehen, wenn niemand mehr hinter dir steht.




OTHER DETAILS
So schreibe ich:
[] Erste Person | [X] Dritte Person | [X] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Kann bei Bedarf ergänzt werden






Wanted

If you get lost in the desert, I will find you


BASICS
Name des Charakters: eure eigenen
Alter: zwischen 30 und 38 Jahren
Berufliche Tätigkeit: Am liebsten auch im Trauma Center, ist aber kein muss

Avatarvorschläge: ihr habt bestimmt wunderhübsche Gesichter- (bitte vollen Namen ausschreiben)
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STORY TOGETHERIhr seid meine Lästerschwestern. Schließlich ist der Mensch ein Rudel Tier und somit braucht jeder Freunde, ich bilde da keine Ausnahme. Es wäre schön,wenn man sich bereits ein paar Jahre kennen würde (Kolumbien wäre auch möglich). Wir haben uns angefreundet und wir helfen uns durch den stressigen Tag in einem Trauma Center (so jedenfalls gedacht) aber gerne kann auch eine von euch im Center arbeiten und die andere macht etwas gänzlich anderes,dahingehend sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt.




OTHER DETAILS
So solltest du schreiben:
[] Erste Person | [X] Dritte Person | [X] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Wird ein Probepost verlangt?
[] Ja, ein neuer aus Charaktersicht | [X] Ja, ein alter reicht | [] Nein, nicht notwendig | [] Sonstiges: xxx

Sonstiges:
Gerne könnt ihr das Gesuch auch mit anderen Verbunden,wenn sich etwas dazu finden lässt. Ich freue mich auf euch zwei




Robyn Grey wünscht dir viel Glück
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#3

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 27.09.2025 23:28
von Lucia Navarro | 9 Beiträge
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Alter 29 Jahre
Beziehungsstatus Single
Beziehungsstatus an Nicht angegeben
Sexualität hetero

Seeker

Somehow finding the me I knew ought to exist


BASICS
Name des Charakters: Lucia Navarro
Alter: 29 Jahre
Berufliche Tätigkeit: Sozialarbeiterin (Co-Responderin beim Kriseninterventionsteam, Zusammenarbeit mit der Polizei Las Vegas)

Avatar: Eiza Gonzalez - (bitte vollen Namen ausschreiben)
FACE





STORYLINELucia Navarro kam an einem späten Septembermorgen zur Welt, als die Sonne über der kargen Wüstenlandschaft von Nevada aufging. Es war heiß, wie immer in Las Vegas, und im Krankenhaus flackerte das Licht, weil eine Klimaanlage streikte. Ihre Mutter sagte später, Lucia habe geschrien, als wolle sie sich die Lunge aus dem Leib reißen. Als wolle sie sich behaupten – gegen das Leben, das da draußen schon auf sie wartete. Lucia war die Jüngste von drei Kindern. Ihr Bruder Diego war elf Jahre älter, die Schwester vier. Eine fünfköpfige Familie mit mexikanischen Wurzeln, die einst voller Hoffnung in die USA gezogen war, aber viel zu schnell vom Alltag verschluckt wurde. Der Vater arbeitete mal hier, mal da – selten nüchtern, noch seltener zuverlässig. Die Mutter… war komplizierter. Sie hatte Tage, da war sie der hellste Stern am Himmel: lachend, tanzend, voller Ideen. Und dann gab es Tage, an denen sie sich nicht aus dem Bett bewegte, nicht sprach, nicht atmete – zumindest nicht wirklich. Lucia verstand das als Kind nicht. Sie verstand nur: Mama war manchmal da. Und manchmal nicht. Die Familie funktionierte nach außen. Diego war der Schlüssel. Er war klug, frühreif, organisiert. Er sorgte dafür, dass Lucia gewaschen war, dass ihr Frühstück auf dem Tisch stand, dass sie ihre Jacke nicht vergaß, wenn es regnete. Wenn sie nachts weinend aufwachte, war es nicht ihre Mutter, die kam – es war Diego. Immer Diego.
Lucia liebte ihn so sehr, dass es wehtat. Aber sie verstand auch, dass er nicht immer nur ihr gehören konnte. Dass er zu viel tragen musste. Sie spürte, dass er erschöpft war, dass in ihm etwas brannte, das er nicht zeigen durfte. Und doch… er ließ es sich nicht anmerken. Für sie war er unbesiegbar.
Bis zu dem Tag in der Garage.
Es war ein Mittwoch. Lucia war acht Jahre alt und in der Schule gewesen. Ihre Mutter holte sie überraschend früh ab. Sie erinnerte sich an das Parfüm ihrer Mutter – zu süß, zu schwer –, an ihre roten Lippen, an das Lied im Radio. Ihre Mutter hatte gelächelt, aber nicht wie sonst. Es war ein starres Lächeln, das zu ihren Augen nicht passte. „Wir machen heute einen Ausflug“, hatte sie gesagt. Und Lucia hatte genickt, obwohl etwas in ihrem Bauch sich zusammenzog. Sie fuhren nach Hause. In die Garage. Die Mutter stieg nicht aus. Sie ließ den Motor laufen. Lucia fragte, wohin sie wollten. Ihre Mutter streichelte ihr über das Haar. „Schlaf ein bisschen“, sagte sie leise. „Dann ist alles besser.“ Lucia wurde schwindlig. Ihr Kopf sackte gegen die Scheibe. Und dann… nichts mehr.
Diegos Stimme war das Erste, was sie wieder wahrnahm. Nicht mal die Worte – nur die Panik darin. Dann kamen die Hände. Stark, zitternd, ruckartig. Der Luftzug, als er die Tür aufriss. Der kalte Boden unter ihrem Körper. Das grelle Licht. Sirenen. Stimmen. Hände. Tragen. Weg. Als sie im Krankenhaus die Augen aufschlug, war Diego da. Blass, mit dunklen Ringen unter den Augen. Er hielt ihre Hand. Sagte nichts. Musste er auch nicht. Lucia verstand alles. Ihre Mutter war tot. Sie selbst lebte. Und sie hatte keine Ahnung, was das bedeutete.
Nach dem Tag in der Garage war nichts mehr, wie es gewesen war. Nicht für Lucia. Nicht für Diego. Nicht für irgendjemanden in der Familie Navarro.
Die Beerdigung ihrer Mutter war schlicht. Wenige Blumen. Ein alter Priester, der kaum Spanisch sprach. Der Vater betrunken. Diego bleich. Die Schwester schweigend. Und Lucia – das Mädchen, das überlebt hatte – stand da mit einem kleinen weißen Haarclip im dunklen Haar und versuchte zu verstehen, warum sie noch da war.
Das war der Beginn des Schweigens.
Niemand sprach über das, was passiert war. Kein Therapeut. Kein Sozialarbeiter. Keine Tante, kein Lehrer. Man flüchtete sich in Alltagsroutinen, als könne man das Vergangene damit ausradieren. Aber Lucia vergaß nicht. Wie auch? Sie war doch der Beweis dafür, dass es passiert war. In den ersten Wochen nach dem Vorfall schrie sie nachts im Schlaf. Manchmal wachte sie mit blutenden Lippen auf, weil sie im Traum darauf gebissen hatte. Tagsüber funktionierte sie. War höflich. Leise. Unauffällig. In der Schule wurde sie für ihre Zeichnungen gelobt – kleine, düstere Szenen, in denen niemand lachte. Ihre Lehrerin lobte sie für die „Tiefe ihrer Symbolik“. Niemand fragte, warum alle Häuser darin keine Fenster hatten.
Diego war da. Immer. Unermüdlich. Er machte Frühstück, bereitete Brotdosen vor, wusch ihre Wäsche. Er stellte sicher, dass sie pünktlich zum Unterricht kam, dass sie nicht alleine war. Aber sie merkte: Irgendwann wurde sein Blick müde. Nicht aus Gleichgültigkeit – aus Erschöpfung. Der Vater? War kaum anwesend. Und wenn doch, dann körperlich mehr als seelisch. Lucia erinnerte sich an eine Nacht, in der sie Wasser holen wollte und ihn im Wohnzimmer auf dem Boden fand, eine halbvolle Flasche in der Hand, die Augen starr zur Decke gerichtet. Sie deckte ihn mit einer Decke zu und sagte nichts. Sie war neun. Mit elf begann sie, sich zu schneiden. Es fing harmlos an – Kratzer, die sie als „von der Katze“ abtat. Später wurden es Rasierklingen, abgebrochene Scherben, selbst geschärfte Stifte. Nicht, weil sie sterben wollte. Sie wollte fühlen. Irgendetwas. Irgendeinen Beweis dafür, dass sie noch existierte. Ihre Schwester ahnte es irgendwann. Fragte. Lucia log. Diego fragte nicht. Vielleicht weil er es wusste. Vielleicht weil er es nicht wissen wollte. Er hatte zu viel gesehen. Und trug zu viel.
Lucia fühlte sich schuldig – für alles. Für das Überleben. Für die Sorgen, die sie verursachte. Für das Versagen der Familie. Wenn sie sich das Handgelenk aufschnitt, war es eine Mischung aus Strafe und Befreiung. Danach war es für einen Moment still in ihrem Kopf. Mit dreizehn wurde sie auffällig still. Keine Wutausbrüche, keine Rebellion. Aber sie sprach kaum noch. Nahm nicht mehr am Unterricht teil. Schrieb in Aufsätzen über „unsichtbare Kinder“. Ihre Lehrerin meldete es. Eine Sozialarbeiterin kam – die erste Person von außen, die den Fuß in das Haus der Navarros setzte. Sie führte ein Gespräch mit Diego, fragte Lucia, ob alles okay sei. Lucia lächelte. „Mir geht’s gut.“ Die Sozialarbeiterin nickte. Verschwand. Kam nie wieder. Die Rettung kam, als Lucia vierzehn war. Von einer Seite, von der sie es nicht erwartet hatte. Ihre Schwester – inzwischen selbstständig, in einer kleinen Wohnung, mit eigenem Leben – kam zu Besuch. Es war spät, Diego hatte Spätschicht, der Vater war verschwunden. Lucia saß auf dem Bett, die Arme bedeckt. Die Schwester setzte sich neben sie, sagte nichts. Dann griff sie nach Lucias Hand. Und zog den Ärmel hoch.
Lucia versuchte, sie wegzustoßen. Aber ihre Schwester hielt fest. Und sagte nur: „Wenn du nicht kämpfst… dann hat sie gewonnen.“ Dieser eine Satz. Der Moment, in dem Lucia begriff: Sie war nicht mehr das kleine, hilflose Kind. Sie konnte entscheiden, wohin es ging. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht nicht alles. Aber sie konnte beginnen. Am nächsten Tag bat sie Diego darum, ihr eine Therapeutin zu suchen. Er weinte zum ersten Mal vor ihr.
Die erste Therapie war ein Desaster.
Lucia war vierzehn, misstrauisch, verletzt – und stieß jede Form von Hilfe von sich. Die Therapeutin war freundlich, aber distanziert, zu glatt, zu neutral. Lucia testete sie, belog sie, schwieg sie an. Nach fünf Sitzungen stand fest: So ging es nicht. Aber etwas hatte sich verändert – Lucia hatte den Schritt gewagt. Und das war der Unterschied. Die zweite Therapeutin war anders. Eine Frau in den Fünfzigern, mit kurzen Haaren, schiefem Lächeln und einer Stimme, die weder laut noch leise war – sondern präsent. Sie fragte nicht sofort nach dem Trauma. Sie redete mit Lucia über Musik, Filme, das Wetter. Und irgendwann, nach Monaten, als Lucia längst dachte, sie hätte sie durchschaut, fragte sie mitten im Gespräch: „Was glaubst du, warum du überlebt hast?“ Lucia wusste keine Antwort. Und doch hallte die Frage in ihr nach. Die nächsten Jahre waren von kleinen Schritten geprägt. Lucia schnitt sich seltener, dann gar nicht mehr. Sie lernte, ihre Gedanken aufzuschreiben, statt sie zu vergraben. Sie bekam einen Platz in einer Kunstgruppe, in der sie endlich ihre inneren Bilder ausdrücken durfte. Und sie begann zu lernen – wirklich zu lernen. Nicht nur für Noten, sondern für sich selbst.
Mit sechzehn war sie fast regelmäßig in Therapie. Mit achtzehn machte sie ihren Schulabschluss – kein Überflieger, aber solide. Ihre Schwester kam zur Feier, brachte Cupcakes mit. Diego saß in der letzten Reihe, klatschte mit glasigen Augen. Danach sagte er nur: „Ich bin stolz auf dich.“ Und Lucia umarmte ihn zum ersten Mal seit Jahren ohne inneren Widerstand. Die Entscheidung, Sozialarbeit zu studieren, kam nicht über Nacht. Sie keimte, wuchs, wurde stärker. Lucia hatte sich nie für etwas zu hundert Prozent bereit gefühlt – aber dieses Feld fühlte sich ehrlich an. Wie ein Weg, der nicht mit Distanz zu ihrer Vergangenheit, sondern mit Akzeptanz begann. Sie wollte nicht „Helferin“ sein. Sie wollte nicht über den Dingen stehen. Sie wollte neben den Menschen gehen, die fielen – wie sie selbst gefallen war. Das Studium war hart. Nicht wegen der Inhalte – sondern wegen der Realität. Lucia stieß auf Geschichten, die ihrer glichen. Und auf solche, die schlimmer waren. Sie lernte, ihre eigene Geschichte nicht als Maßstab zu nehmen. Sie lernte, nicht zu vergleichen. Sie lernte, da zu sein – ohne zu ertrinken. Während andere Kommilitoninnen Partys feierten, arbeitete Lucia halbtags in einem Jugendzentrum. Während andere sich Tinder-Profile anlegten, saß sie abends in Seminaren über Traumafolgestörungen. Sie hatte keine Eile. Aber sie hatte Richtung.
Mit Mitte zwanzig bewarb sie sich auf eine Stelle, die als „Pilotprojekt“ ausgeschrieben war: Krisenintervention in Zusammenarbeit mit der Polizei. Ein Co-Responder-Team sollte gebildet werden – bestehend aus Sozialarbeiter, die Streifenpolizisten begleiteten, wenn psychische Belastung, Sucht oder Gewalt im Spiel waren. Lucia zögerte. Polizei war… schwierig. Als Kind hatte sie gelernt, dass Uniformen nichts garantierten. Dass Hilfe nicht immer Hilfe bedeutete. Aber etwas in ihr sagte: Genau deshalb musst du es tun. Sie bekam die Stelle. Und sie erinnerte sich an den ersten Einsatz, als wäre er gestern gewesen.
Ein Notruf. Eine junge Frau, barfuß auf einem Dach. Sie wollte springen. Ein Streifenwagen kam, Blaulicht, zwei Beamte. Lucia im Hintergrund. Die Frau schrie, dass sie nicht runterkäme, wenn noch jemand näher käme. Die Polizisten wollten handeln. Einer griff zum Funk, der andere zur Taschenlampe. Lucia trat nach vorne. Sagte nur: „Ich geh allein.“ Sie kletterte langsam über die Leiter, setzte sich neben die Frau. Sagte nichts. Minutenlang. Nur das Dach, der Wind, zwei zitternde Körper. Dann: „Ich war auch mal da. Nicht auf einem Dach. Aber… im Auto meiner Mutter.“ Die Frau drehte den Kopf. Schaute sie an. Und weinte. Und Lucia blieb. Und sie sprang nicht. Seitdem hat Lucia Dutzende solcher Einsätze erlebt. Sie trägt keine Uniform. Aber eine Weste mit „Crisis Response“. Sie fährt im Streifenwagen mit. Aber sitzt nie vorn. Sie spricht mit Menschen, während die Polizei absichert. Sie reicht Hände, wo andere sich zurückziehen müssen. Sie bleibt, wo andere weiterfahren.
Lucia Navarro ist keine Heldin. Kein Symbol. Keine Lichtgestalt inmitten der Dunkelheit. Sie ist eine Frau, die geblieben ist – die sich jeden Tag aufs Neue dafür entscheidet, weiterzugehen, auch wenn der Weg manchmal schwer ist. Sie lebt in einem kleinen Haus am Rande von Las Vegas. Dort beginnt jeder Tag mit dem leisen Schnauben eines alten Hundes, der sich mühsam auf seine Beine stellt, um sie zu begrüßen. Bruno, ihr Tierheim-Veteran, ist längst mehr als ein Haustier – er ist stiller Zeuge all der Nächte, in denen sie sich verloren glaubte, und der Morgen, an denen sie es doch wieder wagte, aufzustehen. An Brunos Seite lebt Max, ein junger, neugieriger Hund mit aufmerksamen Augen und unermüdlicher Energie. Max befindet sich in Ausbildung – zum Therapiehund, vielleicht auch zum Begleiter in Einsätzen, irgendwann. Noch lernt er. Noch scheitert er manchmal an den kleinen Dingen. Aber er lernt schnell. Und Lucia lernt mit ihm.
Sie ist nicht die Frau, die Türen eintritt oder Leben rettet, wie man es in Filmen sieht. Aber sie ist die, die bleibt, wenn alle anderen schon wieder unterwegs sind. Die leise fragt: „Was brauchst du gerade?“ und dabei mehr bewirkt als jedes Blaulicht. Lucia Navarro hat das Trauma nicht vergessen. Aber sie hat gelernt, damit zu leben. Es ist ein Teil von ihr – genau wie Bruno, wie Max, wie das kleine Haus mit der kratzigen Decke auf dem Sofa und der zerkratzten Tür am Gartenzaun. Sie ist nicht das, was ihr passiert ist. Sie ist das, was sie daraus gemacht hat. Und das genügt.




OTHER DETAILS
So schreibe ich:
[] Erste Person | [XX] Dritte Person | [XX] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt







Wanted

If you get lost in the desert, I will find you


BASICS
Name des Charakters: dein eigener
Alter: zwischen 28 und 31
Berufliche Tätigkeit: deine entscheidung

Avatarvorschläge: Such dir was schönes aus - (bitte vollen Namen ausschreiben)
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STORY TOGETHERDu bist meine beste Freundin. Ich fänds schön, wenn wir uns bereits seit Kinderbeinen kennen würden, denn so jemanden braucht Lucia eigentlich in ihrem Leben.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass man sich vielleicht seit der Schule, oder dem College kennen würde. Da möchte ich dir noch etwas entscheidungsfreiheit lassen.
Wichtig ist eben nur, dass die beiden sich in und auswendig kennen. Die eine, kann der anderen nichts vor machen. Sie haben eigentlich auch alles miteinander erlebt, was man in einer langjährigen Freundschaft miteinander durch machen und erleben kann.




OTHER DETAILS
So solltest du schreiben:
[] Erste Person | [XX] Dritte Person | [XX] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Wird ein Probepost verlangt?
[] Ja, ein neuer aus Charaktersicht | [] Ja, ein alter reicht | [] Nein, nicht notwendig | [XX] Sonstiges: entscheide ich dann

Sonstiges:
Vielen Dank das du bis hierhin durchgehalten und es dir durchgelesen hast. Ich hoffe, dass du dich bald einfinden wirst




Robyn Grey wünscht dir viel Glück
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#4

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 02.12.2025 20:04
von Sophia Carter | 407 Beiträge
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Alter 51
Beziehungsstatus auf der Suche
Beziehungsstatus an Nicht angegeben
Sexualität hetero

kann gelöscht werden. danke


Elias Carter stalkt nicht, ermittelt!
Robyn Grey wünscht dir viel Glück
zuletzt bearbeitet 10.05.2026 19:58 | nach oben springen

#5

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 16.12.2025 23:31
von Riccardo Montalvo | 44 Beiträge
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Alter 40 Jahre
Beziehungsstatus Nicht angegeben
Beziehungsstatus an Nicht angegeben
Sexualität hetero

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Somehow finding the me I knew ought to exist


BASICS
Name des Charakters: Riccardo Montalvo
Alter: 40 Jahre
Berufliche Tätigkeit: Offiziell: CEO der Montalvo Holdings LLC || Inoffiziell: Kopf des Montalvo-Kartells

Avatar: Rafael Lazzini - (bitte vollen Namen ausschreiben)
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STORYLINEKapitel 1 – Herkunft und frühe Prägung
Riccardo Montalvo wurde am 15. Mai 1985 in Sonora, Mexiko geboren, als zweites von sechs Kindern einer Familie, deren Einfluss weit über das hinausging, was nach außen sichtbar war. Der Name Montalvo tauchte offiziell im Zusammenhang mit Handelsfirmen, Logistikbetrieben und regionalen Investitionen auf. Inoffiziell war er seit Jahren mit stabilen Drogenschmuggelrouten im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA verbunden. Sein Vater Esteban Montalvo führte nicht durch Lautstärke oder rohe Gewalt, sondern durch Berechnung, Präsenz und Struktur. Gewalt war für ihn Werkzeug, kein Prinzip. Die Familie lebte wohlhabend, aber nicht luxuriös. Der Alltag war geprägt von Disziplin, Ordnung und Schweigen. Fragen wurden gestellt, aber nicht öffentlich. Entscheidungen erklärt, aber nicht diskutiert. Schon früh unterschied sich Riccardo von seinen Geschwistern. Während seine Brüder stärker operativ dachten, interessierte er sich für Zahlen, Abläufe und Entscheidungslogiken. Er beobachtete Gespräche, achtete auf Abweichungen und erkannte früh, wer log, wer auswich und wer schwieg. Sein Vater erkannte in ihm keinen Vollstrecker, sondern einen Denker mit Geduld. Riccardo erhielt gezielt eine Ausbildung an Privatschulen, mit Schwerpunkt auf Sprachen, Wirtschaft und Rhetorik. Diese Ausbildung war keine Flucht aus dem familiären Umfeld, sondern Vorbereitung auf Verantwortung. Eine prägende Rolle spielte dabei seine Mutter Rocío, die darauf achtete, dass Wissen für Riccardo nicht nur Macht, sondern Schutz bedeutete. Der entscheidende Wendepunkt kam, als Riccardo zwölf Jahre alt war. Bei einem Angriff auf eine Lagerkette der Familie wurde sein ältester Bruder Mateo getötet. Kurz darauf verschwand Esteban Montalvo für mehrere Wochen. Es gab keine öffentliche Trauer, keine sichtbaren Reaktionen. Stattdessen herrschte Stille, ein Verhalten, das Riccardo später als strategisch verstand. Dieser Verlust veränderte seine Wahrnehmung dauerhaft. Riccardo begriff früh, dass selbst etablierte Machtstrukturen verwundbar waren. Sicherheit entstand nicht durch Stärke allein, sondern durch Vorbereitung und Übersicht. Von diesem Moment an entwickelte er ein Prinzip, das ihn bis in die Gegenwart begleitet: Wissen ist die einzige Rüstung, die hält.
Kapitel 2 – Bildung & Systemdenken
Mit sechzehn Jahren verließ Riccardo Montalvo Sonora und zog in die Vereinigten Staaten. Der Schritt war offiziell Teil seiner Ausbildung, inoffiziell jedoch eine strategische Absicherung. Die Situation im Grenzgebiet war instabil, und Riccardo galt innerhalb der Familie als langfristige Investition. Er sollte lernen, nicht auszuführen, sondern zu verstehen. Das Internat, das er besuchte, war elitär, leistungsorientiert und streng strukturiert. Riccardo fiel nicht durch Dominanz auf, sondern durch Konstanz und Selbstkontrolle. Er beobachtete mehr, als er sprach, stellte selten Fragen, wusste jedoch meist, welche Antworten erwartet wurden. Lehrer beschrieben ihn als ruhig, analytisch und auffällig reflektiert. Sprachlich passte er sich schnell an. Englisch wurde innerhalb kurzer Zeit fließend, Spanisch behielt er bewusst ohne Anpassung bei. Zusätzlich begann er, Portugiesisch zu lernen, weniger aus akademischem Interesse als aus strategischem Denken. Sprache bedeutete für ihn Zugang. Zugang bedeutete Kontrolle über Informationen.
Nach dem Schulabschluss erhielt Riccardo ein Stipendium an einer Universität in Kalifornien. Er entschied sich für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, ergänzt durch Politikwissenschaft und später Psychologie. Für ihn waren diese Disziplinen keine getrennten Felder. Wirtschaft erklärte Ressourcen, Politik erklärte Entscheidungsräume, Psychologie erklärte warum Menschen Entscheidungen akzeptieren, selbst wenn sie ihnen schadeten. Riccardo hielt sich bewusst aus studentischen Netzwerken und elitären Verbindungen heraus. Nähe erzeugte Abhängigkeit, und Abhängigkeit schränkte Übersicht ein. Stattdessen verbrachte er seine Zeit mit Analyse, Gesprächen mit Dozenten und dem Studium instabiler Systeme. Besonders interessierten ihn Märkte, in denen Regeln existierten, aber selektiv angewendet wurden. Zwischen 2003 und 2009 absolvierte Riccardo einen Bachelor in Wirtschaft, einen Master in Politik und schloss mit einem MBA ab. Parallel belegte er Kurse in Organisationspsychologie und Entscheidungslehre. Seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Strukturelle Kontrolle in intransparenten Märkten“ beschrieb, wie sich Macht nicht durch Zwang, sondern durch Abhängigkeit und Rahmenbedingungen aufbauen lässt.
Diese Zeit prägte Riccardos späteren Führungsansatz nachhaltig. Er lernte, dass Führung nicht darin bestand, Anweisungen zu geben, sondern Systeme zu gestalten, in denen gewünschtes Verhalten die logischste Option war. Menschen sollten nicht überzeugt werden müssen – sie sollten keine Alternative haben, ohne es zu merken. Als Riccardo die Universität verließ, verfügte er nicht nur über Abschlüsse, sondern über ein klares Verständnis davon, wie Macht funktioniert, ohne sichtbar zu werden. Er war nicht vorbereitet, ein bestehendes System zu verwalten. Er war vorbereitet, es neu zu bauen.
Kapitel 3 – Machtübernahme & Bruch mit der alten Ordnung[/b][/u]
Als Riccardo Montalvo im Jahr 2010 nach Sonora zurückkehrte, war er 25 Jahre alt und betrat ein System, das äußerlich stabil wirkte, innerlich jedoch bereits Erosionserscheinungen zeigte. Sein Vater Esteban Montalvo war noch offiziell an der Spitze, doch Alter, Druck und interne Spannungen hatten die Entscheidungsfähigkeit des Kartells geschwächt. Führung wurde zunehmend durch Loyalität ersetzt, Planung durch Reaktion. Ric trat nicht als Nachfolger auf. Er forderte nichts ein, erhob keinen Anspruch, stellte keine Bedingungen. Stattdessen begann er, zuzuhören. Er nahm an Besprechungen teil, ohne sich einzumischen, ließ sich Abläufe erklären, beobachtete Entscheidungswege und erkannte schnell, wo Macht aus Gewohnheit bestand und wo sie bereits leer war. Für viele galt er als akademisch, distanziert und wenig geeignet für operative Führung. Dieser Eindruck war ihm bewusst. Der zentrale Bruch mit der alten Ordnung erfolgte nicht öffentlich, sondern strukturell. Riccardo stellte Fragen, die zuvor niemand gestellt hatte:
Warum bestimmte Personen Entscheidungen trafen, ohne Zahlen zu liefern.
Warum Transporte auf Erfahrung statt auf Auswertung beruhten.
Warum Verluste akzeptiert wurden, statt sie systematisch zu reduzieren.
Innerhalb weniger Monate begann er, operative Macht zu verlagern, ohne formell einzugreifen. Er setzte Buchhalter neben langjährige Vollstrecker, ließ Lieferketten dokumentieren und führte elementare Controlling-Strukturen ein. Was als Unterstützung begann, entwickelte sich rasch zu einer stillen Übernahme von Entscheidungsprozessen. Der Widerstand kam nicht offen. Skepsis, Spott, Ignoranz. Einige unterschätzten ihn, andere betrachteten ihn als temporäres Phänomen. Riccardo reagierte nicht mit Konfrontation, sondern mit Konsequenz. Wer Zahlen lieferte, erhielt Verantwortung. Wer improvisierte, verlor Einfluss. Gewalt wurde nicht abgeschafft, aber ihr Stellenwert reduziert. Sie war fortan Mittel zur Korrektur, nicht zur Machtdemonstration. Der Wendepunkt kam, als zwei zentrale Routen gleichzeitig ausfielen. Während andere Führungspersonen nach Schuldigen suchten, präsentierte Ric eine funktionierende Ausweichstruktur, die er parallel aufgebaut hatte. Die Lieferungen liefen weiter, Verluste blieben minimal. Von diesem Moment an war klar, dass er nicht nur analysierte, sondern vorausdachte. Kurz darauf zog sich Esteban Montalvo schrittweise aus dem operativen Geschäft zurück. Es gab keine formelle Übergabe, keine Erklärung. Die Macht verlagerte sich lautlos. Riccardo führte nicht durch Titel, sondern durch die Fähigkeit, Stabilität herzustellen. Entscheidungen wurden zunehmend über seinen Schreibtisch geleitet, selbst wenn sie nicht offiziell seine Zustimmung erforderten. In dieser Phase begann Riccardo, das Kartell neu zu definieren. Es sollte kein reines Schmuggelnetz mehr sein, sondern ein wirtschaftlich organisiertes System, das legal und illegal nicht trennte, sondern verzahnte. Er ersetzte persönliche Loyalität durch funktionale Abhängigkeit. Wer Teil des Systems war, profitierte, wer sich entzog, verlor automatisch Zugang. Der Bruch mit der alten Ordnung war damit vollzogen. Nicht durch Gewalt, nicht durch Verrat, sondern durch Überlegenheit im Denken. Riccardo hatte nicht übernommen, indem er sich an die Spitze stellte. Er hatte das System so verändert, dass es ohne ihn nicht mehr funktionierte.
Kapitel 4 – Expansion, Maskerade & Logistik
Nach der internen Neuausrichtung des Kartells begann Riccardo Montalvo mit dem nächsten Schritt: Expansion. Dabei ging es ihm nicht um territoriale Ausdehnung im klassischen Sinn, sondern um Kontrolle über Abläufe. Sein Ziel war es, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Wertschöpfungskette möglichst vollständig in eigene Strukturen zu überführen. Der entscheidende Ansatzpunkt war die Logistik. Riccardo erkannte früh, dass Schmuggel nur dann angreifbar war, wenn er improvisiert blieb. Also begann er, Transport als wirtschaftlichen Prozess zu denken. Lieferketten wurden analysiert, Engpässe identifiziert, Alternativen aufgebaut. Entscheidungen folgten nicht mehr Bauchgefühl oder Erfahrung, sondern Daten. In dieser Phase entstand Redline Logistics, offiziell ein Transportunternehmen für Industrie- und Bauzulieferungen. Das Unternehmen arbeitete sauber, erfüllte alle regulatorischen Anforderungen und gewann innerhalb kurzer Zeit feste Verträge. Parallel dazu diente es als Rückgrat der illegalen Distribution. Kühltransporte, Containerlieferungen und Baustofffracht boten ideale Voraussetzungen, um Warenströme zu verschleiern, ohne Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ric setzte bewusst auf Mehrfachnutzung. Jede Route hatte mindestens zwei plausible Zwecke. Jede Lieferung konnte erklärt werden, ohne erfunden zu wirken. Illegale Ware wurde nicht versteckt, sondern integriert. Genau darin lag der Unterschied zur alten Ordnung: Das System funktionierte auch dann, wenn niemand wusste, was transportiert wurde. Parallel zur Logistik investierte Riccardo in Immobilien. Über CrownGate Properties wurden Lagerhallen, Umschlagplätze und Baugrundstücke erworben, offiziell für Expansion und Stadtentwicklung. Tatsächlich ermöglichten sie Kontrolle über physische Räume, in denen Waren gelagert, umverteilt oder kurzfristig isoliert werden konnten. Eigentum ersetzte Abhängigkeit von Dritten.
Ein weiterer zentraler Baustein war die Produktion. Riccardo entschied sich bewusst gegen vollständige Abhängigkeit von externen Lieferanten. In Sonora und Durango ließ er mehrere eigene Labore errichten, getarnt als Chemie- und Verarbeitungsbetriebe. Dort wurde Kokain in kontrollierter Qualität hergestellt. Der Vorteil lag nicht nur in der Reinheit, sondern in der Planbarkeit. Mengen, Zeitfenster und Kosten waren kalkulierbar. Der Rohstoff selbst kam über stabile Partnerstrukturen aus Südamerika. Riccardo vermied direkte persönliche Kontakte. Verträge liefen über Zwischenebenen, die voneinander getrennt waren. Niemand hatte den vollständigen Überblick über Ursprung, Verarbeitung und Ziel. Nur Riccardo kannte das gesamte Bild. Diese Phase war geprägt von Maskerade. Jede illegale Struktur hatte eine legale Entsprechung. Jede Entscheidung ließ sich wirtschaftlich begründen. Das System wurde nicht aggressiver, sondern unsichtbarer. Ermittlungsdruck verpuffte, weil es keine klaren Ansatzpunkte gab. Was existierte, sah aus wie Geschäft. Und Geschäft war legal.
Bis Mitte der 2010er-Jahre hatte Riccardo das Kartell von einem regionalen Netzwerk zu einem autarken Wirtschaftssystem umgebaut. Expansion bedeutete für ihn nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Stabilität durch Kontrolle. Gewalt wurde weiter minimiert, Risiken verteilt, Verantwortung klar zugeordnet. Riccardo hatte das erreicht, was vor ihm niemand geschafft hatte: Er hatte das Verbrechen nicht verborgen, er hatte es in Struktur übersetzt.
Kapitel 5 – Finanzarchitektur & Kapitalmacht
Mit der operativen Kontrolle über Produktion, Logistik und Immobilien war für Riccardo Montalvo ein Punkt erreicht, an dem Expansion allein nicht mehr ausreichte. Das System funktionierte, war stabil und effizient. Doch Stabilität bedeutete für ihn nicht Sicherheit. Sicherheit entstand erst dort, wo Kapital nicht nur bewegt, sondern gesteuert wurde. Der nächste Schritt war daher konsequent: Finanzarchitektur. Riccardo verstand früh, dass Geldströme gefährlicher waren als Warenströme. Ware verschwand, Geld hinterließ Spuren. Also musste Kapital so eingebunden werden, dass es Teil legitimer wirtschaftlicher Prozesse wurde. Nicht als Tarnung, sondern als funktionaler Bestandteil. Daraus entstand Montalvo Capital Partners, offiziell ein Private-Equity-Unternehmen mit Fokus auf Infrastruktur, Stadtentwicklung und strategische Beteiligungen. Montalvo Capital agierte vorsichtig. Keine aggressiven Übernahmen, keine spekulativen Großprojekte. Riccardo setzte auf Minderheitsbeteiligungen, Fondsstrukturen und stille Partnerschaften. Ziel war nicht Kontrolle durch Besitz, sondern Einfluss durch Positionierung. Ein Sitz im Aufsichtsrat, ein Mitspracherecht bei Finanzierungen, ein Veto bei Personalentscheidungen – oft reichte das aus.
Über diese Struktur floss ein erheblicher Teil des illegalen Kapitals in legale Investitionskreisläufe. Geld wurde nicht „gewaschen“, sondern reinvestiert. Fonds vergaben Kredite an Bauprojekte, an denen wiederum andere Montalvo-Unternehmen beteiligt waren. Gewinne wurden ausgeschüttet, neu gebündelt und erneut investiert. Das System reinigte sich selbst, ohne auffällig zu sein. Riccardo hielt bewusst Abstand zum Tagesgeschäft. Er überließ operative Entscheidungen Analysten, Beratern und Fondsmanagern, die glaubten, für einen visionären Investor zu arbeiten. Nur die strategischen Eckpunkte kamen von ihm. Er entschied, wo investiert wurde, nicht wie. Diese Trennung war essenziell. Je weniger er sichtbar eingriff, desto unangreifbarer wurde die Struktur. Parallel dazu begann Riccardo, Kapital als politisches Werkzeug zu nutzen. Spenden, Förderungen und Investitionen flossen gezielt in Projekte, die Einfluss auf Stadtentwicklung, Bauvergaben und Infrastruktur hatten. Dabei blieb er stets im rechtlichen Rahmen. Kein Geld wurde direkt an Entscheidungsträger gezahlt. Stattdessen schuf er Abhängigkeiten durch Nutzen. Wer von seinen Projekten profitierte, dachte langfristig und stellte weniger Fragen. Ein zentraler Vorteil dieser Finanzarchitektur war ihre Redundanz. Kein Projekt war allein lebenswichtig, kein Investment kritisch. Fiel ein Teil aus, übernahmen andere. Risiko wurde nicht vermieden, sondern verteilt. Für Ermittlungsbehörden entstand dadurch ein trügerisches Bild: ein breit aufgestellter Investor mit konservativem Ansatz, nicht mehr.
Ric selbst betrachtete Kapital nie emotional. Für ihn war Geld kein Statussymbol, sondern Energie, die gelenkt werden musste. Er mied öffentliche Auftritte, gab selten Interviews und sprach über Renditen nur, wenn es notwendig war. Seine Macht lag nicht in Zahlen auf Konten, sondern in der Fähigkeit, Finanzströme miteinander zu verschränken, bis sie untrennbar wurden. Mit der Etablierung von Montalvo Capital Partners hatte Riccardo eine Ebene erreicht, die weit über klassische Kartellstrukturen hinausging. Gewalt spielte hier keine Rolle mehr. Entscheidungen wurden nicht erzwungen, sondern finanziell vorgezeichnet. Wer in diesem System arbeitete, bewegte sich freiwillig in Bahnen, die Riccardo gesetzt hatte. Er hatte verstanden, was viele vor ihm unterschätzt hatten: Wirkliche Macht beginnt dort, wo Geld nicht auffällt.
Kapitel 6 - Familie, Verlust & Korrektur
Bis zu dem Punkt, an dem Riccardo Montalvo begann, sein Imperium auf eine neue Ebene zu heben, hatte Familie für ihn vor allem eines bedeutet: Verantwortung. Sie war Teil seiner Herkunft, seines Pflichtgefühls und seiner Motivation, Ordnung zu schaffen. Gefühle spielten eine Rolle, aber sie standen nie im Vordergrund. Das änderte sich erst, als Riccardo begann, sein privates Leben bewusst vom System zu trennen. Riccardo lernte Ariana Del Castro während eines Aufenthalts in Mexiko kennen. Sie stammte aus einem stabilen, gebildeten Umfeld, war selbstständig, aufmerksam und nicht beeindruckt von Status oder Geld. Ariana stellte keine Fragen, die sie nicht beantwortet haben wollte. Sie akzeptierte Riccardos Verschlossenheit, ohne sie zu romantisieren. Für Riccardo war diese Haltung ungewohnt – und genau deshalb relevant. Die Ehe war keine strategische Entscheidung. Sie war eine bewusste Abweichung von seiner Kontrolle. Ariana kannte nicht alle Details seines Geschäfts, aber sie verstand, dass sein Leben nicht einfach war. Riccardo ließ sie näher an sich heran als jeden Menschen zuvor. Diese Nähe blieb begrenzt, aber sie war echt. Mit der Geburt von Sofía im Jahr 2010 und Nicolás 2013 verschob sich Riccardos Fokus spürbar. Er begann, Entscheidungen nicht mehr ausschließlich unter dem Aspekt der Effizienz zu treffen, sondern unter dem Gesichtspunkt von Langfristigkeit. Risiko wurde neu bewertet. Nicht, weil er schwächer wurde, sondern weil der Preis eines Fehlers klarer wurde.
Ariana war der einzige Mensch, der Ric offen widersprach. Nicht laut, nicht konfrontativ, sondern ruhig. Sie stellte Fragen, wo andere schwiegen, und ließ ihn damit nicht aus der Verantwortung. Diese Dynamik war kein Machtkampf, sondern Korrektiv. Riccardo ließ es zu, bewusst. Im Jahr 2018 wurde Ariana bei einem Anschlag getötet. Öffentlich galt der Vorfall als Unfall. Intern war schnell klar, dass es sich um eine gezielte Botschaft handelte. Die Täter wurden nie offiziell benannt. Riccardo reagierte nicht mit öffentlicher Vergeltung. Es gab keine Eskalation, keine sichtbare Reaktion. Was folgte, war Stille. Dieser Verlust veränderte Riccardo dauerhaft. Nicht in seiner Arbeitsweise, sondern in seiner Prioritätensetzung. Er zog mit seinen Kindern nach Las Vegas, näher an seine stabilsten Strukturen, weiter weg von operativen Brennpunkten. Ariana wurde nicht ersetzt, nicht idealisiert, nicht zum Symbol gemacht. Ihr Tod war keine Motivation für Rache, sondern eine Grenze, die Riccardo neu zog.
Seine Kinder wurden fortan konsequent geschützt, nicht durch Isolation, sondern durch Normalität. Schule, Routinen, feste Bezugspunkte. Riccardo war präsent, berechenbar, ruhig. Er zeigte Zuneigung nicht durch Worte, sondern durch Verlässlichkeit. Für Sofía und Nicolás war er kein Mythos, sondern ein konstanter Vater. Der Verlust führte nicht zu emotionalem Rückzug, sondern zu Korrektur. Riccardo reduzierte persönliche Risiken, verschärfte interne Sicherheitsmechanismen und trennte Privates und Operatives endgültig. Familie war kein Teil des Systems mehr. Sie war der Grund, es stabil zu halten. Riccardo lernte in dieser Phase eine Lektion, die kein Studium ihm hätte vermitteln können: Macht ließ sich kontrollieren. Strukturen ließen sich absichern. Aber Verlust war endgültig. Seitdem trifft er Entscheidungen nicht härter – sondern klarer.
Kapitel 7 – Las Vegas als Zentrale
Der Umzug nach Las Vegas war für Riccardo Montalvo kein Rückzug, sondern eine strategische Verlagerung. Nach dem Tod seiner Frau und der zunehmenden internationalen Verflechtung seiner Geschäfte benötigte er einen Ort, der Stabilität, Diskretion und wirtschaftliche Beweglichkeit vereinte. Nevada bot all das und mehr. Las Vegas war für Ric kein Ort des Exzesses, sondern ein Knotenpunkt. Die Stadt verband hohe Kapitalbewegungen mit einer ausgeprägten Dienstleistungs- und Bauwirtschaft, verfügte über diskrete Unternehmensstrukturen und eine politische Landschaft, die Investoren gegenüber offen war. Bargeld, Immobilien, Logistik und Finanzierung existierten hier nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu behindern. Für Riccardo war das kein Zufall, sondern ein ideales Umfeld. Er etablierte Las Vegas als operative Zentrale, ohne die Stadt öffentlich mit illegalen Aktivitäten zu verknüpfen. Seine Präsenz war sichtbar, aber unaufdringlich. Riccardo trat als Unternehmer auf, nicht als Strip-Magnat oder öffentliches Gesicht der Stadt. Er vermied Medienauftritte und konzentrierte sich auf Entscheidungsebenen, die nicht im Rampenlicht lagen. Über Montalvo Holdings LLC bündelte er sämtliche geschäftlichen Aktivitäten. Diese Holding fungierte als Steuerungsinstrument, nicht als operatives Unternehmen. Tochterfirmen agierten eigenständig, hatten eigene Geschäftsführungen und klare Zuständigkeiten. Diese Trennung war entscheidend. Sie verhinderte nicht nur rechtliche Angriffsflächen, sondern sorgte auch dafür, dass keine einzelne Struktur zu viel wusste.
Riccardo residierte zunächst in einem Penthouse nahe des Strip, zog jedoch später bewusst in ein Wohngebiet außerhalb des Zentrums. Sein Haus in Summerlin war groß, aber funktional. Kein Symbol, sondern Rückhalt. Dort lebte er mit seinen Kindern, dort empfing er ausgewählte Geschäftspartner – nie spontan, immer geplant. Las Vegas wurde unter seiner Führung nicht zum Zentrum der Produktion oder Distribution, sondern zum Zentrum der Koordination. Entscheidungen liefen hier zusammen. Zahlen, Prognosen, Risikoanalysen. Wer Einfluss auf Riccardo nehmen wollte, musste wirtschaftlich argumentieren, nicht politisch oder emotional. Die Stadt bot ihm genau diese Distanz zu operativen Risiken. Ein wesentlicher Vorteil war die Nähe zu Finanzinstitutionen und Investmentnetzwerken. Banken, Fonds und Projektentwickler waren präsent und ansprechbar, ohne dass persönliche Nähe entstehen musste. Riccardo hielt Beziehungen sachlich. Vertrauen entstand nicht durch Gespräche, sondern durch Zuverlässigkeit. Las Vegas erlaubte Riccardo außerdem, seine Rolle zu entpersonalisieren. Entscheidungen wurden als Unternehmensentscheidungen wahrgenommen, nicht als persönliche Weisungen. Das reduzierte Angriffsflächen und stärkte die Illusion eines Systems, das ohne zentrale Figur funktionierte, obwohl Riccardo jede entscheidende Variable kannte. Für Außenstehende war Las Vegas lediglich der Ort, an dem Riccardo lebte und arbeitete. Für ihn selbst war die Stadt ein stabiler Kontrollraum, in dem sich legale und illegale Strukturen berührten, ohne sichtbar zu verschmelzen. Mit der Etablierung von Las Vegas als Zentrale hatte Riccardo einen Ort geschaffen, der nicht laut war, nicht auffiel und dennoch alles zusammenhielt. Ein Ort, der passte, zu seinem Denken, zu seiner Arbeitsweise und zu dem Mann, der gelernt hatte, Macht nicht auszuüben, sondern zu organisieren.
Kapitel 8 – Sergio Montalvo: Exekutive
Sergio Montalvo war kein Produkt derselben Erziehung wie Riccardo. Sie teilten denselben Vater, aber nicht dieselbe Kindheit, nicht dieselben Möglichkeiten und nicht dieselbe Perspektive. Während Riccardo früh aus dem direkten Einflussbereich des operativen Geschäfts herausgenommen wurde, wuchs Sergio näher an der Realität des Kartells auf. Er lernte Abläufe nicht aus Analysen, sondern aus Erfahrung. Riccardo stieß auf Sergio erst bewusst, als er nach der internen Neuordnung begann, alte Kontaktstrukturen seines Vaters zu sichten. Sergio arbeitete damals im Grenzgebiet, nicht offiziell, aber verlässlich. Er war kein Entscheidungsträger, kein Stratege, sondern jemand, der Aufgaben konsequent zu Ende führte. Für Riccardo war das entscheidend. Die Entscheidung, Sergio nach Las Vegas zu holen, war kein emotionaler Schritt, sondern funktional. Riccardo brauchte jemanden, der dort agieren konnte, wo Struktur allein nicht ausreichte. Sergio erhielt keine Titel, keine öffentliche Position. Nach außen war er Teil der Logistikstruktur, ein unauffälliger Mitarbeiter ohne erkennbare Entscheidungsbefugnis. Intern war seine Rolle klar definiert: Exekutive.
Sergio setzte durch, was Riccardo entschied, ohne Diskussion, ohne Interpretation. Er stellte keine Fragen nach dem Warum, sondern nach dem Wie schnell und wie sauber. Ihre Beziehung basierte nicht auf Nähe, sondern auf gegenseitigem Respekt und klaren Grenzen. Riccardo delegierte an Sergio ausschließlich Aufgaben, die persönliche Konsequenz erforderten. Konflikte innerhalb des Kartells, Disziplinarmaßnahmen, Absicherung sensibler Übergänge. Sergio war kein Manager. Er war Absicherung durch Präsenz. Gewalt war dabei kein Selbstzweck, sondern Mittel zur Stabilisierung. Wenn Sergio handelte, geschah dies gezielt und endgültig. Wichtig war Riccardo, dass Sergio keinen eigenen Machtapparat aufbaute. Er arbeitete allein oder mit wechselnden Ressourcen, nie mit festen Loyalisten. Damit blieb er abhängig von Riccardos Entscheidungen, nicht aus Misstrauen, sondern aus Systemlogik. Macht sollte nicht wachsen, wo sie nicht kontrolliert werden konnte. Privat war das Verhältnis der beiden distanziert, aber klar. Es gab keine familiäre Nähe, keine sentimentalen Gesten. Loyalität wurde nicht eingefordert, sondern gelebt. Sergio wusste, dass seine Position allein von Riccardos Vertrauen abhing. Riccardo wusste, dass Sergio dieses Vertrauen nicht leichtfertig riskierte.
Nach außen trat Sergio als Sicherheitseskorte auf, mehr nicht. Keine weiteren Bodyguards, keine sichtbaren Schutzmaßnahmen. Diese Reduktion war bewusst gewählt. Je weniger sichtbar abgesichert Riccardo wirkte, desto unangenehmer war die Unsicherheit für potenzielle Gegner. Sergio war kein Schatten, der Riccardo folgte. Er war eine Verlängerung seiner Entscheidung. Dort, wo Riccardo nicht präsent sein konnte oder wollte, war Sergio ausreichend. Nicht mehr, nicht weniger. Ihre Zusammenarbeit funktionierte, weil beide wussten, was sie nicht waren: Riccardo war kein Vollstrecker. Sergio war kein Stratege.
Zusammen bildeten sie eine geschlossene Einheit, in der Rollen klar verteilt waren und Überschneidungen vermieden wurden. Genau diese Klarheit machte das System stabil und schwer angreifbar.
Kapitel 9 – Risiko, Kontrolle & Absicherung
Mit zunehmender Größe seines Imperiums verschob sich für Riccardo Montalvo der Schwerpunkt seiner Arbeit. Expansion, Produktion und Kapital waren etabliert. Die entscheidende Frage lautete nicht mehr, wie Wachstum möglich war, sondern wie es dauerhaft stabil blieb. Risiko wurde für ihn nicht als Ausnahme betrachtet, sondern als konstante Variable, die verwaltet werden musste. Riccardos Ansatz war dabei nüchtern. Er glaubte nicht an absolute Sicherheit. Stattdessen arbeitete er mit Begrenzung, Redundanz und Trennung. Keine Struktur durfte allein existenziell sein, kein Projekt unverzichtbar, keine Person unersetzlich, mit Ausnahme seiner selbst. Nicht aus Ego, sondern aus Systemlogik. Ein zentrales Prinzip war die Segmentierung von Wissen. Informationen wurden bewusst verteilt. Jeder kannte nur den Teil des Systems, der für seine Aufgabe notwendig war. Produktionsstandorte kannten Logistikwege, aber keine Zielmärkte. Finanzstrukturen kannten Zahlen, aber keine Herkunft. Operative Einheiten kannten Abläufe, aber keine strategischen Entscheidungen. Übersicht war zentralisiert, Zugriff nicht. Riccardo selbst fungierte als Schnittstelle, nicht als Knotenpunkt. Entscheidungen liefen bei ihm zusammen, wurden dort bewertet und weitergeleitet. Er vermied direkte Eingriffe, solange Systeme funktionierten. Erst wenn Abweichungen auftraten, griff er korrigierend ein. Diese Eingriffe waren selten, aber endgültig.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die rechtliche Absicherung. Alle legalen Unternehmen arbeiteten mit externen Kanzleien, Wirtschaftsprüfern und Compliance-Strukturen. Prüfungen wurden nicht gefürchtet, sondern einkalkuliert. Riccardo setzte bewusst auf Transparenz dort, wo sie ungefährlich war. Je sauberer die Fassade, desto geringer das Interesse, tiefer zu graben. Persönliche Sicherheit behandelte Riccardo anders als viele seiner Vorgänger. Er verzichtete bewusst auf sichtbare Schutzmaßnahmen. Keine bewaffneten Konvois, keine wechselnden Wohnorte, keine martialische Präsenz. Sicherheit entstand für ihn durch Unauffälligkeit. Je weniger er wie ein Ziel wirkte, desto geringer war das Risiko direkter Angriffe. Seine einzige konstante Absicherung war Sergio. Keine Mannschaft, kein Stab. Diese Reduktion war Teil seiner Strategie. Sie minimierte Informationslecks, Loyalitätsprobleme und Eskalationspotenzial. Wer Riccardo beobachtete, sah keinen Kriegsherrn, sondern einen Geschäftsmann mit Begleitung. Intern setzte Riccardo auf präventive Kontrolle. Auffälligkeiten wurden früh identifiziert, Abweichungen analysiert, bevor sie eskalierten. Er tolerierte Fehler, solange sie gemeldet und korrigiert wurden. Vertuschung hingegen betrachtete er als systemische Gefahr. Wer Informationen zurückhielt, stellte sich außerhalb des Systems.
Riccardo führte keine Disziplinarmaßnahmen aus Emotion. Entscheidungen wurden dokumentiert, begründet und umgesetzt. In besonders sensiblen Fällen griff Sergio ein. Diese Eingriffe waren nicht öffentlich, nicht demonstrativ. Sie dienten nicht der Abschreckung, sondern der Wiederherstellung von Ordnung. Für externe Beobachter wirkte Riccardos Imperium stabil, fast langweilig. Genau das war das Ziel. Risiko wurde nicht vermieden, sondern unsichtbar verwaltet. Es gab keine spektakulären Eskalationen, keine offenen Machtkämpfe. Konflikte wurden isoliert, bevor sie sichtbar wurden. Riccardo wusste, dass sein größtes Risiko nicht von außen kam, sondern von innen. Vertrauen war notwendig, aber niemals blind. Kontrolle war keine Paranoia, sondern Verantwortung.
Für ihn galt ein einfacher Grundsatz: Ein System, das ruhig wirkt, hat seine gefährlichsten Probleme bereits gelöst.
Kapitel 10 – Gegenwart & Persönlichkeit
Im Jahr 2025 steht Riccardo Montalvo an der Spitze eines Geflechts aus Unternehmen, Beteiligungen und Strukturen, das nach außen hin vollständig legal erscheint. Öffentlich gilt er als Investor, Unternehmer und Förderer urbaner Entwicklung. Sein Name ist in Wirtschaftskreisen bekannt, aber nicht überpräsent. Er sucht keine Aufmerksamkeit und vermeidet Rollen, die ihn zu einer Symbolfigur machen würden. Sichtbarkeit ist für ihn kein Vorteil. Riccardo ist 40 Jahre alt, kontrolliert, präsent und in sich ruhend. Er wirkt zugänglich, spricht ruhig und hört aufmerksam zu. Er lacht, wenn es passt, und lässt Nähe zu, ohne Vertraulichkeit zu erzeugen. Diese Offenheit ist kein taktisches Mittel, sondern Teil seiner Persönlichkeit. Menschen arbeiten verlässlicher, wenn sie sich nicht bedroht fühlen. Angst erzeugt Fehler, und Fehler destabilisieren Systeme. Seine Art zu führen ist geprägt von Struktur statt Dominanz. Riccardo gibt selten direkte Anweisungen. Er definiert Rahmenbedingungen, innerhalb derer Entscheidungen logisch werden. Verantwortung wird delegiert, Kontrolle bleibt zentral. Wer mit ihm arbeitet, weiß, dass Leistung gesehen wird und Abweichungen ebenfalls. Konsequenzen sind klar, aber nicht impulsiv.
Privat lebt Riccardo zurückgezogen, jedoch nicht isoliert. Sein Lebensmittelpunkt ist sein Haus in Summerlin, wo er mit seinen Kindern Sofía und Nicolás lebt. Die Kinder wachsen bewusst nicht abgeschottet auf. Schule, Alltag und feste Routinen haben Vorrang. Riccardo ist präsent, verlässlich und ansprechbar. Er zeigt Zuneigung nicht durch große Gesten, sondern durch Konstanz. Der Tod seiner Frau Ariana hat ihn nicht verhärtet, sondern fokussiert. Emotionen existieren, bestimmen jedoch keine Entscheidungen. Riccardo erlaubt sich Nähe, aber nicht Unklarheit. Er hat gelernt, dass Stabilität nicht aus Abschottung entsteht, sondern aus klaren Prioritäten.
In seinem Alltag gehören Alkohol und Zigaretten dazu, kontrolliert, ohne Exzess. Genuss ist für ihn erlaubt, solange er steuerbar bleibt. Selbstdisziplin bedeutet für Riccardo nicht Verzicht, sondern Maß. Er meidet Extreme, sowohl im Privaten als auch im Geschäftlichen. Seine persönliche Sicherheit reduziert er bewusst auf ein Minimum. Sergio ist seine einzige konstante Eskorte. Keine sichtbaren Schutzmaßnahmen, keine bewaffneten Begleiter. Riccardo vertraut auf Strukturen, nicht auf Einschüchterung. Je unspektakulärer er wirkt, desto geringer ist das Risiko direkter Konfrontation.
Charakterlich ist Riccardo weder kalt noch sentimental. Er ist analytisch, geduldig und wachsam. Loyalität schätzt er, aber er verlässt sich nicht darauf. Vertrauen ist für ihn kein Zustand, sondern ein Prozess. Menschen dürfen Fehler machen, solange sie Verantwortung übernehmen. Täuschung hingegen beendet jede Beziehung endgültig. Riccardo definiert sich nicht über Macht. Macht ist für ihn ein Werkzeug, kein Selbstzweck. Sein Antrieb liegt in Stabilität, Kontrolle und der Fähigkeit, komplexe Systeme langfristig funktionsfähig zu halten. Er glaubt nicht an Erlösung oder Rechtfertigung. Er glaubt an Ordnung. Nach außen ist Riccardo Montalvo ein erfolgreicher Unternehmer. Für wenige ist er ein strategischer Akteur. Für seine Kinder ist er ein Vater. Und für sich selbst ist er vor allem eines: verantwortlich, für alles, was er geschaffen hat, und für alles, was davon abhängt.





OTHER DETAILS
So schreibe ich:
[] Erste Person | [] Dritte Person | [] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt







Wanted

If you get lost in the desert, I will find you


BASICS
Name des Charakters: dein eigener
Alter: zwischen 30 und 40 Jahre
Berufliche Tätigkeit: Persönliche Assistentin

Avatarvorschläge: Deine Wahl [Veto-Recht] und bitte kein Halb-nacktes Tattoo Model - (bitte vollen Namen ausschreiben)
FACE





STORY TOGETHERDu stehst seit einigen Jahren an meiner Seite. Eventuell hast du Jura studiert? Könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen. Deine Familie gehört dem Montalvo Kartell an, weshalb du irgendwo in diese Welt hineingeboren wurdest. Was auch bedeutet, dass dir das Drogengeschäft ebenfalls bekannt ist.
Wir zwei sind befreundet und du zählst zu meiner engsten Vertrauten, wenn man von meinem Bruder einmal absieht. Es gibt eigentlich kaum etwas, was du nicht über mich weißt.. manchmal zu meinem Leidwesen.
WICHTIG ist, dass wir beide NIE eine Beziehung hatten und auch keine führen werden.
Wenn du dir die Story durch liest, wirst du sicherlich schnell bemerkt haben, dass du als eine gebildete, wortgewandte und extrovertierte Frau, eher in unsere Kreise passt, als wenn du das Auftreten eines Bauerntrampel hättest. Im Prinzip hast du deine Hand über allem, was mich anbelangt. Termine, Meetings, Vertraulichkeiten etc pp. Ich denke, dass sollte klar sein. Ansonsten hast du vollen Zugriff auf die Gebäude, die zu den Montalvos gehören. Was noch selbstverständlich sein sollte: Ich fordere uneingeschränkte Loyalität und Verschwiegenheit. Menschen sind schon wegen kleinerer vergehen verschwunden und es wäre überaus schade, wenn dir das selbe passieren würde.





OTHER DETAILS
So solltest du schreiben:
[] Erste Person | [XX] Dritte Person | [XX] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Wird ein Probepost verlangt?
[XX] Ja, ein neuer aus Charaktersicht | [] Ja, ein alter reicht | [] Nein, nicht notwendig | [] Sonstiges: xxx

Sonstiges:
Danke das du bis hierhin durchgehalten hast. Diese Rolle ist eine überaus wichtige für Ric, daher würde ich mir wünschen, dass ein gewisses Interesse an der Rolle mitgebracht werden würde. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft, voller Vertrauen, daher nimm das Gesucht bitte nicht an, wenn du lediglich auf ein Pairing aus bist, denn das wird es hier nicht geben.


⸻⸻⸻ No todo lo que controlo me pertenece ⸻⸻⸻
⸻⸻⸻ Pero todo lo que ignoro, me destruye ⸻⸻⸻

Sergio Montalvo stalkt nicht, ermittelt!
Robyn Grey und Sergio Montalvo wünschen dir viel Glück
Sergio Montalvo trinkt darauf!
zuletzt bearbeitet 19.01.2026 23:06 | nach oben springen

#6

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 11.01.2026 20:56
von Nate Harrington | 159 Beiträge
avatar
Alter 28
Beziehungsstatus Full Throttle Crush
Beziehungsstatus an Drafting Behind a V8
Sexualität NOS Injection

Seeker

Somehow finding the me I knew ought to exist


BASICS
Name des Charakters: Nate Harrington
Alter: 28
Berufliche Tätigkeit: Besitzer eines Gitarrengeschäft | Betreut die Kleinkriminellen des Montalvo Kartell

Avatar: Joe Keery - (bitte vollen Namen ausschreiben)
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STORYLINEDer erste Eindruck von Nate Harrington ist fast enttäuschend. Er wirkt zu normal für Las Vegas. Zu freundlich. Zu leicht. Er lächelt schnell, lacht leise, hört zu, als hätte er nichts Dringenderes zu tun. Er macht dumme Sprüche, wenn es passt, entschärft Situationen, bevor sie kippen. Man verlässt ein Gespräch mit ihm mit dem Gefühl, jemanden getroffen zu haben, der okay ist. Unkompliziert. Harmlos. Das ist Absicht. Nate ist 28 Jahre alt und er hat viel Zeit damit verbracht, eine Version von sich zu bauen, die niemanden alarmiert. Humor ist ein Werkzeug. Freundlichkeit eine Tarnung. Wer ihn trifft, soll glauben, dass er mit allem klarkommt. Dass er sich selbst nicht so ernst nimmt.

Doch zurück zum Anfanga. Zuhause lernte Nate früh, dass Nähe gefährlich ist. Sein Vater war Mechaniker, bevor Alkohol und Scheitern aus Talent Wut machten. Die Garage war laut, der Ton kippte ohne Vorwarnung. Nate lernte, Werkzeuge zu reichen, ohne im Weg zu stehen. Fehler bedeuteten Schmerzen. Schweigen bedeutete Sicherheit. Er begriff schnell, dass man überlebt, indem man sich klein macht und lächelt, wenn es erwartet wird. Dennoch gab es auch Momente, in denen sie eine Einheit bildeten. Es wurde gelacht. Der Geruch von Öl lag in der Luft und manchmal ging es mit dem alten Muscle Car auf die Rennstrecke von Vegas. Der Ort, an dem er alles vergessen konnte und nur die Schnelligkeit zählte. So entdeckte Nate seine erste große Liebe. Autos.

Jedoch gab es Tage, die anders verliefen. An denen der kleine, zierliche Körper Schläge aushalten musste. An denen die Hand nicht mehr reichte und der Gürtel ausgepackt wurde. Das Brennen auf der Haut nicht nachlassen wollte und stumme Tränen über das Gesicht liefen. Mit etwas Glück gelang die Flucht. Doch wohin? Nicht weit entfernt, gab es diesen Gitarrenladen. Schon oft hatte Nate durch das Schaufenster in das innere gespäht und den Wunsch verspürt eine Gitarre in den Händen zu halten. An einem regnerischen Tag, als man Regen und Tränen nicht trennen konnte, holte ihn der Alte rein.

Der Gitarrenladen war der erste Ort, an dem er nicht aufpassen musste. Ein alter Laden, der eigentlich nicht mehr existieren dürfte. Staub, Holz, der Geruch von Metall und alten Saiten. Nate war kaum dreizehn, als er begann, dort zu verschwinden. Er spielte Gitarre, sang leise, fast beschämt. Schrieb Songs, die niemand hören sollte. Der Besitzer ließ ihn gewähren. Keine Fragen, keine Ratschläge. Nur Anwesenheit. Für Nate war das kein Zufluchtsort. Es war ein Beweis, dass er existieren durfte, ohne etwas leisten zu müssen. Und hier traf er seine zweite große Liebe. Die Musik.
Der Laden war nie sauber. Er war ein Knotenpunkt. Ein Ort, an dem Kleinkriminelle wussten, dass man reden konnte, ohne dass es nach außen drang. Nate sah das früh. Hörte Gespräche, merkte sich Gesichter, verstand Zusammenhänge. Er lernte, wann man wegsieht.

Der Laden überlebte, weil er Teil von etwas Größerem war. Nate wusste das. Und schwieg. Mit sechzehn hörte das Schweigen auf zu schützen. Eine Situation eskalierte. Stimmen wurden lauter. Jemand drohte, Dinge zu zerstören, die für Nate Sicherheit bedeuteten. Er griff ein, ohne Plan, ohne Vorwarnung. Seine Hände um einen Hals, der sich wehrte, dann nicht mehr. Er hörte nicht auf, als er sollte. Er hörte erst auf, als es still war.

Der erste Tote brannte sich ein. Nate sieht dieses Gesicht noch immer. In Träumen. In Spiegeln. In Momenten, in denen er glaubt, allein zu sein. Alles, was danach kam, wurde funktional.
Das Kartell behielt ihn. Nicht, weil es musste, sondern weil er passte. Nate war beflissen. Gründlich. Zuverlässig und der Alte brachte ihm alles weitere bei. Zu Beginn waren es nur kleiner Botengänge und je älter er wurde, kümmerte er sich um die Kleinen, die Straßenhändler, die glaubten, sie seien bedeutungslos. Er brachte Ware, holte Geld, erinnerte. Seine Freundlichkeit machte ihn effektiv. Sein Lächeln senkte Wachsamkeit. Und wenn Worte nicht reichten, folgte Gewalt. Baseballschläger. Schlagring. Zielgerichtet. Ohne Zögern. Ohne Wut.
Der Bruch mit seinem Vater erfolgte in dieser Zeit. Kurz bevor er seinem High School Abschluss machte, wurde wieder der Gürtel gezogen, aber diesmal wehrte Nate sich. Er schlug seinen Vater Krankenhausreif und spuckte ihm ins Gesicht. „Wir sind fertig.“ Eine kleine Tasche gepackt, wusste er nicht, wohin er sollte, und stand beim Alten vor der Tür. Eine kleine Abstellkammer ohne Fenster wurde sein neues zu Hause, aber es war für ihn ein sicherer Hafen. Es war auch der Alte, der unter den Zuschauern saß und applaudierte, als Nate sein Abschlusszeugnis erhielt.

Er hätte ein College besuchen können. Er hätte fortgehen können, aber er blieb. Er redet sich nicht ein, dass er keine Wahl hat. Er weiß, dass er sie irgendwann hatte und sie verpasst hat. Alles, was er tat, tat er für den Laden.
Auf dem Hinterhof schraubte er weiterhin an alten Muscle Cars. Päppelte sie liebevoll auf. Nate schraubt nachts. Allein. Alte Wagen, vernarbter Lack, Motoren, die man fühlen muss. Das Wissen kommt aus der Vergangenheit, aus der Garage seines Vaters, aus Wiederholung und Zwang. Illegale Straßenrennen findet man nicht. Man rutscht hinein. Ein Blick. Ein Nicken. Ein Treffpunkt, der sich von selbst ergibt. Bei hoher Geschwindigkeit verschwindet die Maske. Gedanken lösen sich auf. Schuld verliert ihre Stimme. Für ein paar Minuten existiert nur der Motor und die Straße. Nate fährt nicht, um zu gewinnen. Er fährt, um nicht denken zu müssen. Und irgendwo tief in ihm liegt die Hoffnung, dass der Tod ihn eines Tages erwischt. Dass ein Fehler reicht. Dass er nicht mehr entscheiden muss, wie es weitergeht. Aber der Tod kommt nicht.

Der Gitarrenladen ist Dreh- und Angelpunkt geblieben. Ein ruhiger Raum für ein lautes Leben. Schulden werden dort besprochen, Gefallen eingefordert, Dinge geregelt, die anderswo eskalieren würden. Nate hält den Laden offen, als hinge sein Herz daran. Nach dem Tod des Alten ist er der letzte Beweis, dass Nate mehr ist als ein Werkzeug. Wenn der Laden fällt, fällt auch die Geschichte, die er sich über sich selbst erzählt. Die Autos gehören zu dem Teil von ihm, der nichts mehr erklären will.




OTHER DETAILS
So schreibe ich:
[] Erste Person | [x] Dritte Person | [] Beides - [x] Romanstil bevorzugt | [x] Sternchenstil bevorzugt







Wanted

If you get lost in the desert, I will find you


BASICS
Name des Charakters: Deine Wahl
Alter: 25 - 28
Berufliche Tätigkeit: Deine Wahl

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STORY TOGETHERSteve sucht seine Robin

Die Straßen waren leer, die Nacht lag schwer auf der Nachbarschaft. Sie ging nach Hause, die Gedanken noch bei der Schule, bei den kleinen Geschichten, die den Tag ausgemacht hatten. Sie hatte ihn vorher nur flüchtig gekannt. Denselben Schulweg, dieselben Gänge, flüchtige Blicke, manchmal ein Nicken im Vorbeigehen. Nie hatten sie wirklich miteinander gesprochen, nur beobachtet. Sie wusste, dass er hier wohnte, sie hatte ihn als Kind vor dem Gitarrengeschäft stehen sehen, wie er die Saiten berührte, als wäre Musik sein Atem. Doch sie hatte ihn nie wirklich gekannt. Bis diese Nacht.

Aus dem Nichts kam die Gewalt. Ein Schlag, ein Schrei, ein Moment, in dem die Welt zusammenzubrechen schien. Sie taumelte, stolperte, alles wurde dunkel und scharf zugleich. Nate hörte das Geräusch von der Garage aus. Ein Aufprall, ein Aufschrei, das Chaos. Er legte den Schraubenschlüssel beiseite, rannte, spürte das Herz in der Brust wie Trommeln. Jede Sekunde zählte. Ohne nachzudenken griff er ein. Die Bewegungen waren instinktiv, wild und klar zugleich. Er traf den Angreifer, bis der Mann fiel, bis die Gefahr vorbei war, und dann packte er sie, spürte ihr Gewicht, ihre Benommenheit, trug sie zurück in den Laden, den sicheren Ort.

In diesem Moment standen sie dort, keuchend, atemlos, die Angst noch in den Gliedern. Sie sahen einander an, nicht mit Worten, sondern mit etwas Tieferem: ein stilles Einverständnis, ein erstes Fundament von Vertrauen. Es war keine Romantik, kein Funke von mehr und nur eine Erkenntnis: Dieser Mensch, den sie kaum gekannt hatte, würde sie beschützen. Und sie würde wissen, dass sie ihm vertrauen konnte.

Von diesem Augenblick an begann ihre Freundschaft. Alles, was danach kam: Gespräche, gemeinsames Schweigen, kleine Streitereien, gemeinsames Lachen. Baute auf dieser Nacht auf. Auf dem Wissen, dass man sich aufeinander verlassen konnte, wenn es darauf ankam. Sie wuchsen zusammen, zwei Menschen, die die gleiche Straße, dieselbe Vergangenheit teilten, und ein Band entwickelten, das stärker war als alles, was sie vorher erlebt hatten. Rein platonisch, aber unerschütterlich, voller Herz, Nähe und Sicherheit.




OTHER DETAILS
So solltest du schreiben:
[] Erste Person | [] Dritte Person | [] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Wird ein Probepost verlangt?
[] Ja, ein neuer aus Charaktersicht | [] Ja, ein alter reicht | [] Nein, nicht notwendig | [x] Sonstiges: Entscheide ich anhand der Charaktervorstellung

Sonstiges:
Ich brauche meine beste Freundin. Bitte melde dich. Es ist einsam und langweilig ohne dich. Nur du kennst und verstehst mich.
Was deinen Background und Lebensweg angeht, überlasse ich vollständig dir. Aber denk dran, dass wir beide in einem nicht so guten Viertel aufgewachsen sind und jeden Tag aufs neue ums Überleben kämpfen. Wir wagen es kaum noch zu Träumen, sondern machen das beste aus der Situation.



Robyn Grey wünscht dir viel Glück
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#7

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 16.01.2026 10:09
von Seray Van den Berg | 15 Beiträge
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Alter 29
Beziehungsstatus Single
Beziehungsstatus an me, I and my self
Sexualität hetero

Seeker

Somehow finding the me I knew ought to exist


BASICS
Name des Charakters: Seray Van den Berg
Alter: 29
Berufliche Tätigkeit: Architektin

Avatar: Hande Erçel - (bitte vollen Namen ausschreiben)
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STORYLINESeray Skyler Van den Berg, Tochter einer einflussreichen und mächtigen Familien von Las Vegas. Schön, charmant und dazu noch intelligent. Was konnte eine junge Frau mehr vom Leben verlangen? Und tatsächlich gab es kaum etwas. Flankiert von zwei älteren Brüdern, Willem und Gale, wahr sie nicht nur das Nesthäkchen der Familie, sondern auch der Augenstern ihres Vaters und ihrer Brüder. Und während ihre Brüder sich schon früh bei ihrem Vater auf den Baustellen herum trieben, saß Seray meist bei der Mutter im Büro welche sich um die Buchhaltung kümmerte. Im Betrieb ihrer Eltern wahr ihre Mutter die gute Seele, eine Vertrauensperson für die Mitarbeiter. Und auch Seray versprühte schon früh ihren ganz eigenen Charme. Wann immer ein noch so wütender, aufgebrachter Bauarbeiter ins Büro kam, brauchte Seray sie nur aus ihren Rehbraunen anzusehen. Mit einem leicht hilflosen Blick ihre kleinen Hände nach einem Stapel Blätter auf dem Regal ausstrecken oder mit leuchtenden Augen auf die Leute zulaufen um ihnen Stolz eine ihrer Zeichnungen zu präsentieren und schon verfolg ein Teil ihrer Wut. Schließlich wollte sich auch niemand dem kleinen Mädchen oder ihrer Mutter gegenüber ungebührlich betragen. Manchmal ließ ihre Mutter die Männer sogar absichtlich unter einem Vorwand für einen Moment mit Seray alleine und bat sie einen Augenblick ein Auge auf das Kind zu haben. Schließlich wusste sie das ein paar Minuten mit ihrer Tochter die Männer wieder herunterbrachte und plötzlich jedes Problem nur noch halb so schlimm wahr. Selbst bei ihrem Vater funktionierte dieser kleine Trick. Wann immer sie eine Gelegenheit fand kletterte sie auf seinen Schoß, fragte ihn wie es auf der Baustelle lief und ließ sich von ihm von seinen neusten Bauprojekten erzählen. Verstehen konnte sie all das nicht was ihr Vater ihr da erzählte. Sie nickte einfach immer nur brav mit einem Blick als würde ihr Vater ihr gerade das Spannendste von der Welt erzählen. Anschließend holte sie stolz eine ihrer kleinen Zeichnungen eines Gebäudes heraus, die sie ihm übergab. "Hier die habe ich für dich gemacht, Papa. Die kannst du für dein nächstes Projekt nehmen. Dann musst du nicht so viel arbeiten und dich ärgern." Anfangs wahren es nur kraklige Kinderzeichnungen, doch mit den Jahren wurde Seray immer besser darin. Sie besaß nicht nur ein Händchen fürs Zeichen, sondern auch für Details und Statik.
Neben dem Zeichnen und entwerfen interessierte sich Seray auch sehr fürs tanzen. Wenn sie das Büro ihrer Mutter nicht gerade in ein Atelier verwandelte, dann wurde es zu ihrem ganz persönlichen Tanzstudio umfunktioniert.

So wie ihre Zeichnungen mit den Jahren immer mehr Feinschliff bekamen, so wahr es auch mit Serays Persönlichkeit. In der High School hatte sie längst raus, warum die Jungs damals im Kindergarten sich förmlich ein Bein für sie ausrissen und sie wusste das zu ihrem Vorteil zu nutzen. Nein, sie wahr nie überheblich oder offensiv Integrand. Sie wahr freundlich und nett zu allen. Charmant und hilfsbereit. Dabei aber auch immer selbstbewusst. Die Jungs wickelte sie um den kleinen Finger ohne auch nur einen von ihnen wirklich nahe an sich heran zu lassen. Für sie waren sie wie kleine Esel denen an einem Stock eine Karotte vor der Nase baumelte, Seray. Saftig und verlockend, deren Anblick und Duft sie in der Aussicht auf einen schmackhaften Leckerbissen immer weiter in die Richtung trieb in die man sie haben wollte, und doch unerreichbar. Und wenn doch einer von ihnen versuchte ihr näher zu kommen als sie es zulassen wollte? Nun, dann gab es immer noch ihre Brüder. Auf sie konnte sie sich immer verlassen. Auch im elterlichen Betrieb brachte sich Seray immer mehr mit ein. Dabei schienen ihr die dynamische Amortisationszeit und der Kapazitätserweiterungsfaktor in der Buchhaltung ebenso leicht von der Hand zu gehen wie das Verständnis für Vitruvs Prinzip und Le Corbusiers Fünf Punkte in der Architektur. Alles sah danach aus als würde sie eines Tages die Funktion ihrer Mutter in der Buchhaltung im Familienunternehmen übernehmen.

Nach der High School schrieb sich Seray zunächst an der University of Nevada, Las Vegas ein um dort Architektur und BWL zu studieren, auch wenn letztes eher wahr um ihrer Mutter eine Freude zu machen, die insgeheim hoffte das Seray eines Tages tatsächlich in ihre Fußstapfen würde. Und tatsächlich schien es beinahe genau dazu zu kommen. Seray befand sich am Ende ihres ersten Studienjahres und zählte bereits jetzt zu einer der Besten ihres Jahrganges in Architektur. Zum Abschluss des Jahres sollten die Projekte der Studenten bei einer Tagung der renommiertesten Architekten des Landes bewertet und ausgezeichnet werden. Seray hatte Wochen an ihrem Entwurf und dem Model dazu gearbeitet und wahr fest überzeugt davon einen der ersten Plätze zu ergattern. Niemand würde später noch nachvollziehen können wie es dazu kam, doch auf dem Weg zum Hotel in dem die Tagung stattfand, wurde Serays Projekt mit dem des schlechtesten Studenten des Jahrganges verwechselt. Entsprechend vernichtend viel das Urteil der Jury aus. Man sprach ihr jegliches Talent für Architektur ab. Seray wahr am Boden zerstört. Sie brach nicht nur ihr Architekturstudium ab, sondern auch das für BWL. Ihre Tage verbrachte sie nun nur noch bei ihrer Mutter in der Buchhaltung. Wenigstens das schien sie ja noch einigermaßen zu beherrschen. Doch all ihre Fröhlichkeit schien mit dem vernichtenden Urteil verschwunden. Bis selbst ihr Vater es nicht mehr mit ansehen konnte. Bei einem befreundeten Architekten gab er absichtlich den vollkommen desaströsen Umbauplan für ein altes Fabrikgebäude in ein modernes Loft in Auftrag und schmuggelte es unter die Abrechnungen von Seray in der Hoffnung der katastrophale Entwurf würde ihren inneren Architekten wieder wach rütteln. Und es funktionierte. Seray überarbeitete den Entwurf in nur einer Nacht. Am nächsten Tag legte ihr Vater in seinem Büro seinem Freund den von Seray den überarbeiteten Entwurf vor. Auch Seray bat er unter einem Vorwand hinzu, so das Seray mitbekommen musste wie der Architekt ihre Überarbeitung in den höchsten Tönen lobte. Sie hatte nicht nur jeden Fehler entdeckt und korrigiert, sondern ihn auch noch wesentlich verbessert. Diese Worte wahren wie Balsam für Serays Seele. Serays Kampfgeist wahr wieder geweckt.

Sie kehrte an die Uni zurück, auch wenn es bedeutete das sie das erste Studienjahr nochmal wiederholen musste. Und diesmal schaffte sie es. Sie schloss ihr Studium mit Bravour und Auszeichnungen ab. Zu ihrem Abschluss hatte ihre Familie noch eine ganz besondere Überraschung für sie. Das Fabrikgebäude das von ihrem Vater und ihren Brüdern nach ihrem Entwurf in ein modernes Loft für sie umgebaut worden wahr. Beruflich kehrte Seray in den Schoss der Familie zurück, wo sie von nun an ihre Arbeit als Architektin einbrachte...




OTHER DETAILS
So schreibe ich:
[] Erste Person | [x] Dritte Person | [] Beides - [x] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt







Wanted

If you get lost in the desert, I will find you


BASICS
Name des Charakters: So wie euch eure Eltern genannt haben (3 Personen gesucht)
Alter: 27-31 +/- 1 Jahr
Berufliche Tätigkeit: Was ihr so macht, nur nichts kriminelles

Avatarvorschläge:Letztendlich ist es eure Entscheidung wobei ich zu jedem eine kleine persönliche Vorstellung habe (bitte vollen Namen ausschreiben)
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STORY TOGETHERIhr drei seit meine besten Freundinnen. Wir alle kennen uns seit der High School und sind seitdem unzertrennlich. Egal ob in guten oder schlechten Zeiten und auch wenn jede von uns nach der Schule ihren eigenen Lebensweg ging, sind wir immer für einander da. Wir lachen und weinen zusammen, machen Quatsch. Stehen wie eine geschlossene Wand zusammen, selbst dann wenn wir persönlich vielleicht anders handeln würden als der andere. Können uns aber auch gegenseitig offen und ehrlich die Meinung sagen weil wir wissen das die anderen es uns nie lange übel nehmen werden. Dabei bringt jede von euch ihre ganz eigene Persönlichkeit ein. Wie eure persönliche Geschichte aussieht, ob ihr schon immer in Vegas gelebt habt oder erst während der High School nach Vegas gezogen seit, ist allein eure Entscheidung. Lediglich zu euren Charakter habe ich eine gewisse Vorstellung.

Freundin 1: Du bist um es mit einem Wort zu beschreiben taff. Schon in der Schule warst du nie das Püppchen, nicht die die super gestylt durch die Gegend lief. Eher bist du durch deine burschikose Art und Weise aufgefallen. Du nimmst kein Blatt vor den Mund, denn es ist dir egal was andere über dich denken solange du weißt auf wen du bauen kannst. Doch unter jeder rauen Schale schlägt bekanntlich ein weiches Herz und so ist es auch bei dir. Beruflich hast du vielleicht einen Weg eingeschlagen der entweder absolut kein typischer Frauenberuf ist oder aber einen den man dir gerade durch dein Auftreten absolut nicht zutrauen würde, was mal wieder beweist das du einfach nicht in eine Schublade zu stecken bist. Wie alle anderen auch hast du absolut freie Ava Wahl, allerdings könnte ich mir hier gut etwas dunkelhaariges vorstellen.

Freundin 2: Du bist die Styling Queen. Egal wo du hingehst oder was du tust, dein Outfit ist immer perfekt. In der Schule warst du die typische Ball Königin. Du weißt um dein Aussehen und auch wie du es für dich einsetzen kannst, gerade was Männer angeht. Von daher hat man auch schnell von dir das Bild der hübschen aber dummen Blondine im Kopf. Doch genau das bist du nicht. Du besitzt sogar einen ziemlich hohen IQ. Vielleicht bist du Anwältin, Ärztin oder ähnliches. Doch du nutzt gerne das falsche Bild das andere von dir haben um genau das zu deinem Vorteil zu machen. Manche mögen dich für oberflächlich halten, aber wer dich kennt weiß das du alles andere als das bist.

Freundin 3: Du bist die Dritte im Bunde. Diejenige die vielleicht am meisten unter uns heraus sticht weil man sich fragen könnte wie du in diese Runde passt. Denn von uns allen bist du vielleicht eher der zurückhaltende Typ. Du lächelst erstmal verhalten wenn du jemand neues triffst, bevor du überhaupt den Mund für ein Hallo aufbekommst. Aber wenn du ihn dann doch mal aufmachst, dann redest du auch gerne schneller als du denkst. Was manchmal zu witzigen Situationen führen kann, wenn dir beim Anblick eines gutaussehenden Typen anstelle ein Hallo ein verträumtes oh man sieht der gut aus entkommt. Du bist eine Träumerin, eine Romantikerin die noch immer fest an die große Liebe und dem Prinzen auf dem weißen Pferd glaubt. Und ja man könnte dich hin und wieder als ziemlich naiv bezeichnen. Irgendwo bist du noch immer auf der Suche nach dir selbst und deinem Platz im Leben. Vielleicht hast du dich auch noch nicht wie wir anderen beruflich festgelegt, sondern probierst dich immer wieder neu aus? So oder so möchten wir dich alle nicht missen, denn ohne dich wäre unser Quartett einfach nicht perfekt. Hier könnte ich mir gut etwas rotblondes vorstellen.

Kurz um wir vier könnten unterschiedlicher nicht sein so das man sich fragt wie das überhaupt zusammenpasst und doch sind wir unzertrennlich.




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So solltest du schreiben:
[] Erste Person | [x] Dritte Person | [] Beides - [x] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Wird ein Probepost verlangt?
[] Ja, ein neuer aus Charaktersicht | [] Ja, ein alter reicht | [] Nein, nicht notwendig | [x] Sonstiges: entscheide ich spontan

Sonstiges:
Schön das ihr es bis hierher geschafft habt. Wie ihr euch denken könnt ist jede von euch wichtig für mich, denn ohne meine besten Freundinnen bin ich einfach nicht komplett. Das heißt natürlich nicht das ihr neben unserem Quartett nicht noch weitere Freundschaften und Kontakte pflegen sollt. Denn schließlich trifft man einige Menschen in seinem Leben und wir hocken auch nicht ständig aufeinander. Entwickelt eure eigene Persönlichkeit mit Lieben, Lachen, Leben und allem was dazu gehört. Gerne könnt ihr also auch das Gesuch mit anderen verbinden wenn es passt.
Mach euch auch keinen Kopf wenn ihr nicht täglich online sein oder posten könnt. Auch bei mir geht RL immer vor und gerade Post können je nach Länge auch mal auf sich warten lassen. Ich versuche aber mindestens einmal die Woche zu antworten. Schön wäre es aber wenn wir dazwischen via GB, Chat oder PN Kontakt halten können. Ich freue mich in jedem Fall schon sehr auf euch.


A person's actions are the mirror of his life


words are not important.

Robyn Grey wünscht dir viel Glück
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#8

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 15.03.2026 19:24
von Sophia Carter | 407 Beiträge
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Alter 51
Beziehungsstatus auf der Suche
Beziehungsstatus an Nicht angegeben
Sexualität hetero

kann gelöscht werden. danke


Jax Grey wünscht dir viel Glück
zuletzt bearbeitet 10.05.2026 19:59 | nach oben springen

#9

RE: FRIENDS • a friend in need is a friend indeed

in FEMALE 24.03.2026 14:09
von Skylar Vaughn | 67 Beiträge
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Alter 16
Beziehungsstatus vergeben an ...
Beziehungsstatus an Lee Reyes
Sexualität Hetero

Seeker

Somehow finding the me I knew ought to exist


BASICS
Name des Charakters: Skylar Vaughn
Alter: 16
Berufliche Tätigkeit: Schülerin

Avatar:Freya Skye
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STORYLINE Skylar Vaughn wuchs in den belebten Straßen New Yorks auf, in einem Apartment über einer kleinen Buchhandlung im Upper East Side-Viertel. Schon als Kind liebte sie das Summen der Stadt: das Rattern der U-Bahnen, das Murmeln der Cafés und die Lichter, die selbst nachts nie ganz erloschen. Sie war blond, modisch und strahlte eine jugendliche Unbeschwertheit aus, die andere an ihrer Schule bewunderten oder beneideten.

Die Schule war ihr Reich, vor allem die Theater-AG. Hier konnte Skylar aus dem streng getakteten Alltag ausbrechen und in andere Rollen schlüpfen. Auf der Bühne war sie selbstbewusst, scharfzüngig und charmant – jemand, der im Gedächtnis blieb. Hinter den Kulissen war das soziale Gefüge jedoch genauso komplex wie in jeder Elite-Serie: Intrigen, fragile Freundschaften, heimliche Schwärmereien. Skylar verstand es, sich in diesem Geflecht zu bewegen, Allianzen zu knüpfen und immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Ihre besten Freundinnen waren stilbewusst, ehrgeizig und stets auf dem neuesten Stand der Trends. Gemeinsam dominierten sie das gesellschaftliche Leben zwischen Premierenfeiern, exklusiven Partys und geheimen Treffen auf versteckten Dachgärten, von denen aus die Skyline wie eine persönliche Kulisse wirkte. Skylar liebte dieses Leben – das Drama, den Glamour, das Gefühl, die Hauptfigur in ihrer eigenen Gossip-Girl-artigen Geschichte zu sein.

Ihr Vater, Rhett Sorensen, gehörte bislang nur lose zu diesem Bild. Er und Skylars Mom waren nie verheiratet gewesen, doch der Kontakt war nie ganz abgebrochen. Als Kind hatte Skylar immer wieder einzelne Wochenenden bei bzw. mit ihm verbracht, ansonsten beschränkte sich der Kontakt auf gelegentliche Telefonate oder Mails. Kein richtiges Vater-Tochter-Verhältnis, aber sie hatte ja ohnehin ihre Mom. Sie waren das Super-Power-Woman-Team.

Dann kam die Nachricht, die alles veränderte: Skylars Mom musste aus beruflichen Gründen für längere Zeit nach Europa – ein Projekt, das keinen Aufschub duldete. Für Skylar stand fest: Sie würde diese Zeit bei ihrem Vater verbringen müssen. Keine Wochenenden mehr, keine verlegenen Telefonate mit oberflächlichem Inhalt, sondern ein ganzes Leben. Neuerdings auf einer Ranch. Außerhalb von Las Vegas. Weit weg von Theater-AG, Skyline und dem perfekt choreografierten Chaos der Stadt.

In den Wochen vor der Abreise sog Skylar New York in sich auf, als wolle sie jeden Moment konservieren. Sie schlenderte durch die vertrauten Straßen, hörte den Verkehr, roch die Mischung aus Streetfood und frisch gebrühtem Kaffee und saß auf „ihrer“ Parkbank, von der aus die Wolkenkratzer wie eine goldene Wand in den Himmel ragten. Sie packte ihre Designerklamotten ebenso ein wie alte Theaterkostüme und kleine Erinnerungsstücke – Fragmente eines Lebens, das sie vorerst zurücklassen musste.

Am Tag der Abreise zog sie ihr Lieblingsoutfit an, machte ein letztes Selfie vor der Skyline und versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Im Flugzeug schwankten ihre Gefühle zwischen Widerstand und Neugier. Eine Ranch. Staubige Wege statt Asphalt, Pferde statt Taxis, Stille statt Großstadtlärm. Und einen Vater, den sie mochte, aber nie wirklich gekannt hatte.

Als New York unter den Wolken verschwand, wusste Skylar, dass dies mehr war als nur ein Ortswechsel. Las Vegas – oder vielmehr die Weite außerhalb der Stadt – würde sie herausfordern, verändern und ihr eine neue Seite von sich selbst zeigen. Dies war der Beginn eines neuen Kapitels, eines, in dem Glamour auf Staub traf und Skylar herausfinden musste, wer sie wirklich war, wenn das grelle Scheinwerferlicht einmal fehlte.




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So schreibe ich:
[x] Erste Person | [x] Dritte Person | [x] Beides - [x] Romanstil bevorzugt | [x] Sternchenstil bevorzugt







Wanted

If you get lost in the desert, I will find you


BASICS
Name des Charakters: Hope Bennett (Platzhalter!)
Alter: 16/17
Berufliche Tätigkeit: Schülerin

Avatarvorschläge: Womit du dich wohlfühlst
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STORY TOGETHERHope und Sky hätten unterschiedlicher kaum sein können.
Hope ist hier aufgewachsen. Zwischen staubigen Straßen, endlosen Weiten und dem Gefühl, dass jeder jeden kennt. Vielleicht hat sie schon ihr ganzes Leben mit Pferden zu tun, vielleicht hilft sie regelmäßig auf der Ranch von Skylars Dad aus (freiwillig oder weil es sich einfach ergeben hat). Ihr Leben ist echt, direkt und nicht geschniegelt für irgendeine Upper-East-Side-Fassade. Und dann kommt sie. Skylar Vaughn – Designerklamotten, Großstadtattitüde, ein Lächeln, das fasziniert und provoziert. Am Anfang konnte Hope sie nicht ausstehen, nicht einschätzen. Zu geschniegelt, zu laut, zu „ich bin die Hauptrolle“. (Letzteres beweist Sky regelmäßig in der Theater-AG!)
Doch irgendwo zwischen sarkastischen Kommentaren, gezwungenen Begegnungen und Momenten, in denen die Masken bröckelten, ist etwas entstanden. Freundschaft. Irgendwie haben Hope und Sky einen Nenner gefunden, sich schätzen gelernt und festgestellt, dass sie zusammen „gut“ sind. Heute sind sie unzertrennlich. Hope ist Sky‘s Anker, wenn ihr das alte Leben fehlt und die New Yorkerin bringt Chaos, Farbe und vielleicht auch ein bisschen Drama in Hope's.




OTHER DETAILS
So solltest du schreiben:
[] Erste Person | [] Dritte Person | [] Beides - [] Romanstil bevorzugt | [] Sternchenstil bevorzugt

Wird ein Probepost verlangt?
[x] Ja, ein neuer aus Charaktersicht | [] Ja, ein alter reicht | [] Nein, nicht notwendig

Sonstiges:
Du hast einen laaaaaaaaangen Weg hinter dir, wenn du hier angekommen bist. Hi! Schön, dass du da bist und dich vielleicht ein bisschen in unser Gesuch verliebt hast! Wie du bereits herauslesen kannst, handelt es sich um das Gesuch nach einer besten Freundin. Ich suche eine/n aktive/n Schreiber/in die/der Lust hat mit mir kreativ zu werden! Natürlich ist keine 24/7-Anwesenheit gefragt, aber du siehst schon am Gesuch wie wichtig mir diese Rolle ist, was bedeutet, dass ich nicht an Eintagsfliegen interessiert bin. Solltest du Lust haben, könnte man sich auch auf Discord vernetzen Ich bin jederzeit offen für Kommunikation, Anregungen, Kritik und Ideen! Übrigens gilt das auch für den Chara: Eigene Ideen sind erwünscht!
Zusätzlich zu mir hättest du definitiv auch noch Kontakt zu meinem Dad @Rhett Sorensen, außerdem gibt's hier noch ein paar andere Jugendliche, mit denen du dich anfreunden könntest. Vielleicht lässt sich das Gesuch ja auch kombinieren?


Rhett Sorensen schnappt sich Popcorn!
Rhett Sorensen findet es niedlich
Rhett Sorensen und Jax Grey wünschen dir viel Glück
zuletzt bearbeitet 24.03.2026 15:06 | nach oben springen

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